Samstag, 29. Oktober 2022

Frankfurter Buchmesse 2022

Endlich wieder Messefeeling! Nach 2 Jahren, in denen die Messe in Frankfurt sehr anders und ohne mich stattgefunden hat, war es ein bisschen wie Nachhausekommen.

Am Mittwoch war ich beruflich in den Hallen unterwegs, vor allem bei Lizenzpartnerverlagen aus USA und UK. 

Freitag und Samstag war ich dann überwiegend privat bzw. als Bloggerin da, habe eine Menge lieber Menschen (wieder)getroffen, gestöbert und Veranstaltungen besucht. Dabei hatte ich erstmals tatsächlich keine Bücher zum Signieren dabei – das gab's, glaub ich, noch nie, aber logistisch ging es mit dem Gepäck diesmal nicht wirklich anders, und das Buch, das ich mir extra bestellt hatte, war nicht rechtzeitig da ...

Freue mich aufs nächste Mal! :)

Lesung zu Lupus Noctis am Messesamstag am Oetinger-Stand


Loomlight-Autorinnen im Gespräch zu ihren Büchern

Lesung zu Jeder wird verrückt auf seine Art von Stefan Çapaliku

Dienstag, 11. Oktober 2022

Mehr als wahrscheinlich – Sarah Watson

Arctis (Atrium Verlag AG) (21. September 2022)  
Hardcover, 3
69 Seiten
 
ISBN: ‎
9783038800606
Preis: 22,00 € / eBook: 17,99 €
Originaltitel: Most Likely

Worum geht's?

Von der Produzentin der beliebten Erfolgsserie THE BOLD TYPE: Eine Geschichte über Freundschaft und ein Rätsel um die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten

Washington, D.C., 2049: »Meine Freundinnen werden sagen, dass sie es schon immer gewusst haben. Dass ich von uns vier diejenige war, die es am ehesten hierher schaffen würde. Bei allem Respekt und voller Zuneigung – das ist absoluter Bullshit.«

Ava, CJ, Jordan und Martha sind seit dem Kindergarten unzertrennlich. Jetzt rückt ihr Schulabschluss näher und damit viele Fragen und Sorgen. Doch wenn sie eines in ihrem letzten Jahr lernen, dann, dass sie immer füreinander da sind. Und es stellt sich heraus, dass sie gemeinsam alles erreichen können – eine von ihnen sogar den Einzug ins Weiße Haus als erste Präsidentin der USA. Doch wer wird das sein? Ava, die talentierte Künstlerin auf der Suche nach ihren Wurzeln? CJ, die sich verbissen auf die Abschlusstests vorbereitet und dabei so viel Wichtigeres lernt? Oder doch Jordan, die Journalistin mit dem Blick für große Themen? Nicht zu vergessen Martha, die alle Hindernisse überwindet, um ihre Träume zu erreichen.

Feministisch, humorvorvoll, mit genau der richtigen Portion Liebe und spannend bis zum Schluss!
 
(Text des Verlags)

Wie es mir gefallen hat:

Dieses Buch hatte mich schon von der Widmung an. Der Prolog eröffnete die eigentliche Geschichte mit einem eindrucksvollen Tusch, und ab da war das Lesen für mich ein einziges Mitfiebern, Indiziensammeln, Theorienspinnen, aber auch einfach Begleiten vier besonderer junger Frauen, die doch alle gewissermaßen so sind wie du und ich.

Die Geschichte wechselt personal zwischen CJ, Jordan, Ava und Martha. Obwohl die Protagonistinnen alle sehr gut ausgearbeitet sind und ihre jeweils eigenen Konflikte mitbringen, brauchte ich am Anfang eine Weile, um sie auseinanderhalten und den Damen auf dem Cover zuordnen zu können. Je mehr Zeit ich mit jeder Einzelnen verbracht habe, desto mehr bin ich jedoch ihrer Unverwechselbarkeit auf die Spur gekommen.

Sarah Watson beweist hier auch im Literarischen, dass sie eine meisterhafte Geschichtenerzählerin ist. Mit immer neuen Täuschungsmanövern lenkt sie den Verdacht der Leser*innen von einer Kandidatin zur anderen, sodass die, auf die am Ende wortwörtlich die Wahl fällt, zwar wahrscheinlich auf der Verdächtigenliste war, aber nicht die sichere und einzig mögliche Option.

Die Autorin bringt eine Vielzahl von Themen ein, die junge Menschen bewegen, ohne sie zu zerreden oder die Story damit zu überladen. Es geht um Identität, Familienhintergründe und -beziehungen, politisches und soziales Engagement, Vorurteile (und das jeder sie hat), Zukunftsängste, Uni-/Berufswahl, Leistungsdruck, Depression, Kunst, Adoption, Journalismus, Selbstbewusstsein, Freundschaft und das Über-Sich-Hinauswachsen.
Der Zusammenhalt der Mädchen ist greifbar, gerade dadurch, dass er manchmal auch auf die Probe gestellt wird (durch Neid, Chancenungleichheit, psychische Probleme, scheiternde Pläne, ...). Jede von ihnen lernt in Verlauf der Geschichte ganz viel übers Leben, andere Menschen und vor allem sich selbst, und das berührt und regt zum Nachdenken an.

Richtig spannend wird es nicht nur, was das Rätsel um die spätere Präsidentin angeht, sondern auch, als die Zu- und Absagen der Unis eintrudeln und sich der weitere Weg der vier jungen Frauen entscheidet. Auch eine Personensuche und dezente Liebesverwicklungen sorgen für Abwechslung, und man mutmaßt immer wieder über den Präsidentengatten, der im Prolog bereits vorkommt.

Der Epilog ist – zwischenzeitlich habe ich mich echt gefragt, wie Sarah Watson das hinbiegen will – das perfekte Ende: rührend, aber nicht kitschig, alle wesentlichen Fragen beantwortend und einen Blick in die Zukunft erlaubend, aber offen genug, um der eigenen Vorstellungskraft Raum zu geben.

Toll ist auch, wie der Titel in die Geschichte eingebaut ist – ein zu hundert Prozent passender Aufhänger! Aber mehr verrate ich dazu an dieser Stelle nicht.
 
Alles in allem ein wirklich spannendes, abwechslungs- und ereignisreiches Buch, das unterhält, ermutigt und einen zum Lächeln bringt.

In einem Satz:

„Mehr als wahrscheinlich" ist ein wunderschönes, raffiniertes Buch über vier starke junge Frauen, die gemeinsam und jede für sich ihren Weg gehen – und eine von ihnen führt der ins Weiße Haus.

Sonntag, 9. Oktober 2022

Ganz. Schön. Lebendig. – Elena Schulte & Stennie

In 12 Monaten entdecken, was Gott für Dich bereithält.

SCM (1. August 2022)
Gebundene Ausgabe, ‎ 288 Seiten
ISBN: ‎ 9783789398902
Preis: 23,00 € 
 

Worum geht's?

 
Das Journal für mein ganzes schönes Leben

Elena Schulte und Stennie laden dich in diesem Buch auf eine besondere Reise ein, bei der du mehr über dein Leben entdeckst: über all das Gute und Schöne, was bereits da ist, über Dinge, die du ordnen kannst und Träume, die noch in dir schlummern.
In 12 Monaten entdeckst du Woche für Woche mehr über Themen wie Glauben, Werte, Beziehungen, Gewohnheiten oder Berufung. Du findest heraus, wo du gerade stehst, und du darfst dir von Gott spannende Perspektiven für dein Leben schenken lassen. Randvoll mit Inspiration und mit wunderschön gestalteten Seiten motiviert das Buch dazu, den Stift in die Hand zu nehmen, eigene Gedanken festzuhalten...

 
(Text des Verlags)
 

Wie es mir gefallen hat:

Was für ein wert- und stilvolles Buch! Die farbige Innengestaltung mit den Fotos und vielen Elementen zum Ankreuzen, Einordnen und Notieren ist hier wirklich mit viel Liebe zusammengestellt worden, und nach den ersten Hemmungen macht es richtig Freude, seine Gedanken handschriftlich darin festzuhalten. Schön ist dabei auch, dass genug Platz ist, um das Buch ggf. mehrfach durchzuarbeiten und die Entwicklungen in den eigenen Notizen mitzuverfolgen.

Ein Jahr lang will „Ganz. Schön. Lebendig" seine Leserinnen begleiten. Die fünf zentralen Themenbereiche – Mein Körper + ich, Gemeinde + Glaube, Mein Alltag, Beziehungen, Berufung – werden im Abstand von vier Monaten jeweils einmal wiederholt. So lassen sich Veränderungen in der jeweiligen Kategorie beobachten.
Umrahmt werden diese Blöcke von einem Einleitungsteil (für den ersten Monat: allgemeine Bestandsaufnahme über das eigene Leben) und einem abschließenden Rück- und vor allem Ausblick (für den zwölften Monat).
Die Aufteilung ist gut durchdacht; allerdings hat sie zwangsläufig zur Folge, dass man sich auch ausgiebig mit Dingen auseinandersetzt, die einen eigentlich (zurzeit) gar nicht wirklich beschäftigen und so z. B. Menschen, die sich mit ihrem Körper (meistens) völlig wohlfühlen, aktuell nicht in einer Gemeinde aktiv sind etc. bei einigen Monaten ein wenig außen vor sind.
Außerdem kann es frustrieren, wenn sich binnen der Monate, die zwischen der Themenwiederholung liegen, nichts oder nicht viel getan hat.
 
Das Buch ist in mehr als einer Hinsicht intensiv. Man sollte wirklich bereit sein, sich die notwendige Zeit dafür zu nehmen und mit sich selbst schonungslos ehrlich zu sein, wenn man es durcharbeitet. Vieles kann herausfordern, da die Fragen natürlich sehr persönlich sind und oft mit starken Emotionen verbunden. Doch wenn man sich darauf einlässt, kann man viel über sich selbst lernen und dabei vielleicht auch einige Überraschungen erleben sowie Wachstumspotenziale erkennen.

Während die Übungen unterschiedlich gut zu mir „gepasst" haben, waren es besonders die kleinen Impulstexte, die mir sehr zugesagt und mich inspiriert haben. Hier gibt es neue Blickwinkel zu entdecken und Mutmachendes mitzunehmen.

Insgesamt bietet das Buch eine sehr gute Möglichkeit festzustellen, wo man gerade steht: wo persönliche Baustellen liegen, aber auch, wo man ganz viel Grund zu danken hat.

In einem Satz:

Mit „Ganz. Schön. Lebendig" haben Elena Schulte und Stennie einen ganz besonderen Lebens- und Persönlichkeits-Arbeitskasten geschaffen, den ich jeder Frau empfehlen kann, die gern einen reflektierten Blick auf sich und ihre Welt werfen möchte.

Dienstag, 13. September 2022

Seeräubermädchen und Prinzessinnenjunge – Nils Pickert & Lena Hesse


Carlsen (29. August 2022)

Hardcover, 72 Seiten
ISBN: ‎ 9783551521958
Preis: 14,00 € 
Empfehlung fürs Lesealter:  5–8 Jahre
Abmessungen: ‎ 19,6 x 1,6 x 23,2 cm
 

Worum geht's?

Mara ist ein echtes Seeräubermädchen, sie hat 3 Enterhaken, einen Hund namens Landratte und sie stürmt durch ihr Leben. Milo ist ein Prinzessinnenjunge, er besitzt 3 Krönchen, eine Puppe namens Lulu und er tanzt durch seinen Alltag. Mit Mara sticht Milo in See. Von Milo lernt Mara, dass manches besser wird, wenn es glitzert. Doch eines Tages fährt Mara mit ihrem Papa ans echte Meer, zum Urlaub machen.

Natürlich freut sich Mara, aber noch schöner hätte sie gefunden, Milo wäre mitgekommen. Natürlich freut sich auch Milo, denn jetzt kann Mara endlich das echte Meer sehen, aber noch schöner hätte er gefunden, sie wäre bei ihm geblieben. Die Kinder vermissen einander schrecklich. Nichts macht mehr so viel Spaß wie vorher, Mara mag das echte Meer nicht und Milos Alltag wird grau und tanzlos. 

Doch das Schlimmste ist: Als Mara und Milo sich endlich wiedersehen, hat sich viel verändert. Sie erkennen einander kaum, spielen nur zögerlich miteinander und scheinen sich selbst und ihre Freundschaft verloren zu haben. Ob es den Kindern gelingt, wieder zueinander und zu sich selbst zu finden? 

(Text des Verlags)

Wie es mir gefallen hat:

Das Buch hat mich damit überzeugt, dass es Vielfalt auf eine ganz selbstverständliche Ebene hebt und sich auf spielerische und farbenfrohe Art gegen Schubladendenken wehrt, ohne moralisierend zu werden.
Mara ist ein Seeräubermädchen und Milo ein Prinzessinnenjunge – und das ist alles. Es ist, wie sie sind und sein möchten. Niemand stellt die Frage, ob Mara lieber ein Junge oder Milo lieber ein Mädchen wäre, denn darum geht es gar nicht. Jedes Kind darf die Dinge lieben, die es eben liebt. Das biologische oder soziale Geschlecht ändert daran nichts, und mehr noch: hat sehr oft nicht mal etwas damit zu tun. Das alte Blau-Rosa-Denken ist Prägung (auch, dass diese sehr stark ist, schwingt mit, denn besonders Milo hat es mit Gleichaltrigen, die dieser Prägung entsprechen, nicht leicht, wie aber mehr nebenbei angedeutet wird).

Schön finde ich auch, dass die Story nicht bei Mara ist so und Milo ist so stehen bleibt, sondern sich auf die Freundschaft der beiden, die ideenreichen und detailverliebten Spiele und die Entfremdung während Maras Zeit am Meer konzentriert. Trotzdem hätte noch etwas mehr Tempo in die Handlung kommen dürfen; es wird gerade anfangs vor allem beschrieben, wie die Kinder ticken und was sie alles gern mögen. Außerdem bleibt unverständlich, warum Maras Vater und Milos Eltern einander beim Wiedersehen nach dem zweiwöchigen Urlaub ebenfalls distanziert begegnen, statt sich ganz normal zu verhalten und es damit auch den Kindern leichter zu machen.

Die Illustrationen von Lena Hesse sind wirklich toll und die Farbgebung spiegelt die Identitäten der Kinder und die Stimmungswechsel in der Geschichte gut wider.

Das Buch gehört inhaltlich und insbesondere auch sprachlich sicher zu den anspruchsvolleren Bilderbüchern und die Altersempfehlung ab 5 Jahren halte ich für das Minimum. Grundschulkinder können vermutlich mehr damit anfangen.

In einem Satz:

„Seeräubermädchen und Prinzessinnenjunge" ist ein Buch mit einer längst überfälligen Herangehensweise an Rollenklischees im Kinderzimmer und erzählt herzerwärmend von der Fantasie und den starken Bindungen, die die Kindheit reich machen.

Samstag, 3. September 2022

Pinguine in der Sushi-Bar – Anna Schindler & Katrin Dageför


Edition Pastorplatz (1. August 2022)
Gebunden,  ‎ 34 Seiten
ISBN: ‎ 9783943833577
Preis: 16,00 € 
empfohlen ab 5 Jahren
Maßen: ‎ 21.5 x 1 x 27.5 cm

Worum geht's?

 
Ausgerechnet in einer Sushi-Bar bauen Geraldine und Wellington ihr Nest. Und nicht nur das. Die Pinguine essen alle Fischhäppchen, die auf dem Band rundherum fahren. Bezahlen können sie nicht. Doch als die Polizei kommt, schlüpft Ushi aus dem Ei und verdreht allen den Kopf.
 
(Text des Verlags)
 

Wie es mir gefallen hat:

Ich esse zwar kein Sushi – aber ich liebe Pinguine! Daher habe ich mich sehr gefreut, als dieses Buch über eine Verlosungsaktion den Weg zu mir gefunden hat.

Inspiriert wurde die Geschichte von einer wahren Begebenheit in Neuseeland, die sich im Jahr 2019 ereignet hat. Eine Zeitungsmeldung hierzu befindet sich auch hinten im Buch.
Unser Papa-Pinguin im Buch trägt daher auch den Namen Wellington (= die Hauptstadt Neuseelands).

Autorin und Illustratorin bleiben der realen Ausgangslage treu, spinnen sie aber weiter: Anstatt dass das Pinguinpärchen umgesiedelt wird, brütet es gemeinsam sein Ei aus und darf bleiben. Schließlich übernimmt die junge Familie sogar die Sushi-Bar und macht daraus einen beliebten Treffpunkt, an dem die Freude herrscht und man sogar auf dem Sushi-Band Karussell fahren kann.

Es ist vor allem eine witzige und niedliche Geschichte, doch ganz nebenbei fließen auch wertvolle Botschaften mit ein: dass es auch oder gerade wenn ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen (hier dargestellt durch verschiedene Pinguin- und andere Tierarten; am Schluss „adoptieren" Wellington und Geraldine sogar noch ein Kiwi-Kind), ein wunderbares Miteinander geben kann. Dass zunächst fremde Orte zum sicheren Hafen und zum Zuhause werden können. Dass Familie und Freundschaften Räume schaffen.

In einem Satz:

„Pinguine in der Sushi-Bar" ist die süße, kreative Adaption einer wahren Begebenheit und sehr liebevoll erzählt sowie illustriert.

Samstag, 27. August 2022

Frei:Sein 2023 – Anne Weigel

    52 Postkarten, farbig, Aufsteller mit Spiralbindung
   Adeo (Juli 2022)
ISBN: 9783863343392
Preis: 18,00 €
    Maße: 19.1 x 17.1 x 2.6 cm
    Gewicht: 866g

Mehr Infos & Beispielseiten

 Worum geht's?

 

Ein Jahr lang feiert Illustratorin Anne Weigel die Freiheit. Die inspirierenden Wort-Bild-Kombinationen und Mitmach-Impulse können als Postkarte ausgeschnitten werden - zum Verschicken, Verschenken oder Dekorieren. Ein tiefsinniger, schmunzelnder und herzlicher Begleiter fürs Büro im Alltag.
 
(Text des Verlags)
 

Wie es mir gefallen hat:

Es gibt viele schöne Aufsteller – das Besondere an diesem hier ist seine kreative Vielfalt. Statt nur schöner Fotomotive oder nur hübscher Illustrationen/Handlettering, statt nur inspirierender Zitate oder Schlagworte hat er von allem etwas zu bieten. Und die Abwechslung macht's: Sowohl der Zeichenstil als auch die Zitat-, Wort- und Versauswahl und die stimmungsvollen Bilder gefallen mir ausgesprochen gut.
 

Da das Jahr nicht auf den einzelnen Wochenblättern steht, kann man den Kalender theoretisch auch gut wiederverwenden, ohne dass es Gäste so schnell merken ;)
Alternativ ist es natürlich so gedacht, dass man die abgelaufenen Karten an liebe Menschen weitergibt (vorperforiert sind sie nicht; dafür gibt es auch keine Stoppelkante).

 

 

 

In einem Satz:

 
„Frei:Sein" ist ein künstlerisch-gedankenweitender, Lebensfreude versprühender Tischkalender, der Woche für Woche Farbe und Frohsinn ins Leben bringen möchte – ich freue mich darauf, ihn 2023 aufzustellen.

Freitag, 19. August 2022

herzgeborenes – Siegfried Eckert

edition chrismon (15. März 2022)
Taschenbuch, 136 Seiten ‏ 
ISBN: ‎ 9783960382560
Preis: 15,00 € 

Worum geht's?

 
Beten geht unter die Haut, ist Balsam für die Seele, lässt Hoffnung auftanken, Sorgen ablegen, Ängste lindern. Beten kann Notausgang der Seele und Fluchtweg des Geistes sein. Das Buch lädt ein, das Gebet zu entdecken – als Resonanzraum zwischen Unendlich- und Endlichkeit, zwischen Überirdischem und Irdischem, zwischen Gott und Mensch. Es will das eigene Beten anregen, das Händefalten, Stillwerden und Seufzen. Denn es tut gut, sich im Gebet die großen und die kleinen Dinge des Lebens von der Seele zu reden.
 
(Text des Verlags)
 

Wie es mir gefallen hat:

Sehr handlich kommt dieses Gebetsbuch daher – und schönerweise mit einem Lesebändchen.
Im Innenteil finden sich, nach einem Vorwort mit guten Gedanken zum Beten, über 100 Texte, die am Ende auch noch einmal in einer Übersicht aufgelistet sind. Jeder davon füllt maximal eine Seite und ist in Versform und komplett in Kleinbuchstaben gesetzt.

Die Art der Gebete ist sehr vielfältig. Bei manchen handelt es sich um meditative Gedanken zu den großen Fragen des eigenen Lebens und zum Zustand der Welt; daneben gibt es Bitten zu bestimmten Anlässen oder Themen (z.B. Erwachsenwerden der eigenen Kinder; Sterbefälle; Fastnacht; Kindstod, ...); andere sind vom Aufbau her vertrauten Segensworten nachempfunden; wieder andere klassisch als Zwiesprache zwischen Beter und Gott angelegt.

Die Texte laden nicht nur zum Beten ein, sondern auch zum Weitergraben in Fragen und Ideen, und das gefällt mir sehr gut. Für mich persönlich hätten es insgesamt allerdings gerne mehr von den weniger direkt an ganz bestimmte Lebensereignisse und -phasen gebundenen Worten sein dürfen, die man z. B. gut zur Ermutigung in Karten für liebe Menschen schreiben kann. In vielen Fällen überwiegt ein eher trauriger Grundton.

Ich werde das Büchlein sicher nicht zum letzten Mal in der Hand gehabt haben. Vieles lohnt sich, mehrfach zu lesen, in verschiedenen Situationen unterschiedlich auf sich wirken zu lassen und/oder anderen weiterzugeben ...

In einem Satz:

 
„herzgeborenes" ist eine Gedankensammlung des Autors, die wortwörtlich aus seinem Herzen geboren zu sein scheint und zum Nachdenken und Selberbeten anregt.