Montag, 31. August 2026

Kunst und Glaube: Eine Theologie des kreativen Schaffens – Makoto Fujimura

Verlag: Fontis‎ (1. April 2026)
Hardcover mit Lesebändchen,‎ 240 Seiten
ISBN: ‎ 9783038483106
Preis: 24,90 €, eBook 21,99 €
Originaltitel: ‎ Art and Faith: A Theology of Making  

Worum geht's?

Ein Brückenschlag zwischen Theologie und Kunst – von einem renommierten Künstler mit spiritueller Strahlkraft! Poetisch tief – für Glaubende, Denkende und Kunstliebende

Makoto Fujimura, weltbekannter Maler und Denker, verbindet in diesem außergewöhnlichen Buch Kunst, Theologie und Spiritualität zu einer tief bewegenden Einheit. Über dreißig Jahre künstlerischen Schaffens münden hier in eine Betrachtung darüber, wie Gottes schöpferisches Wesen in jedem Akt des «Machens» erfahrbar wird.
Fujimura zeigt, dass wahre Theologie die Kunst braucht: Wer Gottes Tiefe und Gnade wirklich erkennen will, muss sich auf den schöpferischen Prozess einlassen – auf das Werden, Warten, Zerbrechen und Wiederherstellen. Inspiriert von der biblischen Schöpfungserzählung, von T. S. Eliot, Mark Rothko und der japanischen Kintsugi-Tradition entfaltet er ein faszinierendes Verständnis von Kunst als geistlicher Übung.
So wird Kreativität zur Einladung, an Gottes schöpferischem Handeln teilzunehmen – in Barmherzigkeit, Mitgefühl und Hoffnung für eine zerbrochene Welt.

Ein Buch für alle, die spüren: Glauben ist mehr als Denken – er will gestaltet werden. 
 
(Text des Verlags)

Wie es mir gefallen hat:

 
Ich muss zugeben, ich kannte Makoto Fujimura und seine Werke nicht, bis ich dieses Buch in der Hand hielt. So war auch nicht er oder die von ihm bekannte Kunst der Grund für mein Interesse, sondern die Thematik rund ums Schöpferische / den Schaffensprozess bei der Arbeit an und mit kreativen Werken. 
Eigentlich schade, wenn auch angesichts der ohnehin schon sehr hochwertigen Gestaltung absolut verständlich, dass es keinen Bildteil gibt, der Fujimuras Gedanken gut begleitet hätte. Aber zum Glück kann man online einiges von ihm und über ihn finden.
 
Dieses Buch gibt seinen Lesern definitiv viel mit auf den Weg, was in Ruhe durchdrungen werden will. Es ist sehr dicht und anspruchsvoll geschrieben und kann daher nicht mal eben nebenbei „runtergelesen" werden. Ich hätte es mir manchmal weniger schwer erfassbar und getragen gewünscht, mit weniger großen und dafür unmittelbareren Worten, aber gleichzeitig macht die Art, wie der Inhalt transportiert wird, natürlich den Autor als Person auch aus – und es ist ja ein Stück weit eben auch ein wissenschaftliches Buch.
Es geht um das Kennenlernen Gottes Wesens über den Zugang der Kunst, indem man alle Schritte des kreativen Schaffens betrachtet, durchlebt und aushält, die im Klappentext genannt sind: das Werden, Warten, Zerbrechen und Wiederherstellen. 
 
Nach den beiden Vorworten (von Johannes Hartl und N. T. Wright) widmet sich das Buch in zehn Kapiteln seinem Thema. Es geht um das Schaffen als heilige Kunst, um Kreativität als Wesensmerkmal Gottes, um Schönheit, Barmherzigkeit und die neue Schöpfung, um die Übertragbarkeit von Kintsugi (=  traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik, bei der die Scherben mit goldfarbenem Lack wieder aneinandergefügt werden) auf den Umgang mit Zerbrochenem im Leben, um Fürsorge und Liebe, um eine Zukunftsperspektive mit den Augen des Herzens, um Fantasie und Glaube, um die Tränen Christi, die den Weg zu Neuem bahnen und um die, wie Fujimura sie nennt, damit verbundene „Lazarus-Kultur". 

In einem Satz:

„Kunst und Glaube: Eine Theologie des kreativen Schaffens" ist ein Tauchgang hinein in die Tiefen kreativen Schaffens und der Kreativität des Schöpfers höchstpersönlich, der fordert und, wenn man sich darauf einlässt, faszinierende Aussichten eröffnen kann.