Rezension zu "Nach dem Sommer"
von Maggie Stiefvater
Gebundene Ausgabe: 423 Seiten
Verlag: Script5, Auflage: 1 (6. September 2010)
ISBN-13: 978-3839001080
Verlag: Script5, Auflage: 1 (6. September 2010)
ISBN-13: 978-3839001080
Originaltitel: Shiver
Band 1 von 3
Inhalt
"Du bist traurigschön", sagte ich schließlich, ohne ihn dabei anzusehen. "Wie deine Augen. Du bist wie ein Lied, das ich als Kind kannte und dann wieder vergessen habe, bis ich es auf einmal wieder hörte."Anders als es nach dem Angriff in ihrer Kindheit zu erwarten wäre, ist Grace unglaublich fasziniert von den Wölfen, die den meisten Einwohnern von Mercy Falls eher ein Dorn im Auge sind.
Eine Weile war es still, bis auf das Surren der Räder auf der Straße.
"Danke", sagte Sam dann leise. (S. 228)
Besonders der Wolf mit den gelben Augen hat für sie eine ganz besondere Bedeutung. Dennoch hätte sie sich nie träumen lassen, dass er einst ein Mensch gewesen sein könnte - und es die Sommer über immer noch ist. Doch kaum hat sie das Geheimnis gelüftet, wird ihr Glück bereits überschattet: Denn es sieht ganz so aus, als könnte dieser Sommer Sams letzter sein...
Meine Meinung
Ich muss zugeben, dass Werwölfe noch nie mein Ding waren und vielleicht liegt es daran, dass mich "Nach dem Sommer" nicht gänzlich überzeugen konnte.
Doch beginnen wir mit dem Positiven:
Zuerst einmal muss einfach gesagt werden, dass Magie Stiefvater zweifellos gut erzählen kann. Man stolpert nie über seltsame Formulierungen (was natürlich auch teilweise dem Übersetzer zugute zu halten ist) und hat auch nie das Gefühl, dass etwas gewollt jugendlich geschrieben ist.
Ihre Charaktere sind keine x-beliebigen Kombinationen aus Namen und unglaubwürdigen Handlungen, sondern durchdachte Persönlichkeiten, die man nicht nur oberflächlich kennenlernt.
Was mich an diesem Buch gestört hat, sind hauptsächlich zwei Dinge:
Zum einen hätte der Spannungsaufbau besser sein können. Ich hatte den Eindruck, die meisten Seiten über mit den Charakteren gemeinsam darauf zu warten, dass irgendetwas oder auch einfach nur das Unvermeidliche passieren würde.
Daneben war die Liebesgeschichte zwischen Sam und Grace ein wenig zu rosig und zuckersüß und die Tragik der ganzen Sache konnte ich der Autorin nicht wirklich abnehmen, weil sonnenklar war, dass sie ihr Pärchen nicht einfach qualvoll und auf ewig auseinander reißen würde.




