Sonntag, 17. Februar 2013

Amanda Marie Thaarsti

Im folgenden eine Zeichnung von der wunderbaren Amanda :) Ich bin auf deviantArt auf GretaTus Gallerie gestoßen und habe das wunderbare Foto gefunden, dass ich unbedingt zeichnen musste. Vor allem, weil ich Sommersprossen wirklich faszinierend finde. Leider habe ich ein paar Fehler gemacht, die Nase ist beispielsweise zu kurz. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem ;)


Hier geht's zu Greta Tus Website
Vorbeischauen lohnt sich!

Wer daran interessiert ist, Fotos vom Entstehungsprozess zu sehen, kann das gerne äußern, dann füge ich diese dem Post hinzu ;)

Freitag, 15. Februar 2013

Neuzugänge

Neuzugänge 1.-15. Februar 2013


Und schon wieder ist ein halber Monat rum - Wahnsinn! Das ist neu bei mir:

"Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers 

Karl ist verliebt und verzweifelt zugleich: Der 18-Jährige soll eine Reihe von Briefen verfassen, durch die Fiorella, das Mädchen seiner Träume, mehr über ihn und seine Geheimnisse herausfinden will. Doch Karl leidet unter Legasthenie, und so fasst er einen ungewöhnlichen Plan: Er bittet Fiorellas Lieblingsautor um Hilfe, nicht ahnend, dass dies zu einer Kette ungeahnter Verwicklungen führt und fast in einer Katastrophe endet, die das Leben für sie alle von Grund auf verändert ...

Habe das Buch in einer Leserunde lesen dürfen und meine Rezi ist diesmal schneller gewesen, als der fällige Neuzugängepost. Ihr findet sie hier: Zur Rezi
Leider hat es nicht wirklich meinen Geschmack getroffen, aber es ist auf jeden Fall mal etwas ganz anderes.

"Delirium" von Lauren Oliver

Der Inhalt wird euch wahrscheinlich bekannt sein, aber ich habe es immer noch nicht gelesen. 
Ich hatte das Glück, es bei Kathrineverdeen  gewonnen habe. Peinlicherweise hätte ich fast verpennt, dass ich gewonnen habe und freue mich daher noch viel mehr über diese unverhoffte Überraschung.

"Der geheime Name" von Daniela Winterfeld

Rumpelstilzchen wollte das Kind der Königin. Er bekam es nicht. Jahrhunderte später schließt ein anderes Wesen seiner Art einen neuen Pakt – und wird ebenfalls betrogen. Seitdem sucht es unablässig nach dem Kind … Seit sie denken kann, ist Fina mit ihrer Mutter auf der Flucht. Doch jetzt, mit 19, will sie endlich ein richtiges Zuhause finden und zieht zu ihrer Großmutter, die am Rand eines düsteren Moores lebt. Das Moor fasziniert Fina vom ersten Moment an – genau wie der geheimnisvolle Junge, der dort lebt. Weder Fina noch der Junge ahnen, dass sie beide nur Figuren in einem Spiel sind, das dem betrogenen Wesen endlich seinen Lohn bringen soll …

Das Buch darf ich in einer Leserunde mit Autorenbegleitung lesen und bin bis jetzt schon hellauf begeistert. Wenn das Lesen weiterhin so viel Spaß macht wie bisher, wird meine Rezension sehr positiv ausfallen, aber mal schauen... 

"Tod oder Liebe" von Manuela Salvi

Wen soll er verraten: seine Familie oder das Mädchen, das er liebt? Mafia und Liebe, Verbrechen und Leidenschaft: Vor dem Hintergrund einer höchst spannenden Handlung entwickelt sich eine große, eine unmögliche Liebe. Denn Bianca ist die Tochter eines Anti-Mafia-Richters und Manuel der Sohn eines Mafiabosses. Dennoch fühlen sich die beiden unwiderstehlich zueinander hingezogen. Aber Manuel kann nicht einfach aussteigen. Und sein Bruder wittert eine Chance, den verhassten Rivalen loszuwerden...

Klingt nach einer ordentlichen Portion Kitsch und ein wenig nach "Du oder das ganze Leben".
Hab es mir einfach mal gegönnt (zum halben Preis) und bin gespannt.

So... Dann will ich mal zusehen, dass ich in der zweiten Monatshälfte mehr Bücher lese als neu dazu bekomme. Na, ob das klappt? :D 

PS vom 24.2.13:

Unfassbar - da habe ich doch in diesem Post tatsächlich einen meiner brillianten Neuzugänge vergessen :( Der wird jetzt natürlich noch angefügt! Es handelt sich um: 


 "Daughter of Smoke and Bone - Zwischen den Welten" von Laini Taylor

Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht? Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen? Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert … Eine Liebe, die älter ist als die Zeit. Und ein Kampf, bei dem ALLES auf dem Spiel steht.

Das Buch konnte ich mir ertauschen und bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Worte sind nicht meine Sprache - Aidan Chambers

Rezension zu "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers

ISBN 9783868735079, Fester Einband, 304 Seiten, Kinder-/Jugendbuch, 
Erscheinungsdatum: 19.02.2013 bei Knesebeck

Inhalt

Ich fragte mich, was ich tun würde, wenn das einer meiner Romane wäre. Was würde ich an dieser Stelle tun, um die Handlung voranzutreiben? Doch nachdem ich hin und her überlegt hatte, mich aber jedes Mal mit brüchiger Logik konfrontiert sah oder mir die Überzeugungskraft des wahren Lebens fehlte, fand ich mich damit ab, dass dieses reale Problem nicht mit den Mitteln der Literatur zu lösen war, denn bei einem Roman würde ich zurückgehen und die Handlung ändern, um diese Sackgasse zu vermeiden. (S. 128 f.)
Der achtzehnjährige Karl hat sich in Fiorella verliebt. Von ihr hat er den Auftrag bekommen, ihr Briefe zu schreiben, in denen sie Stück für Stück mehr über ihn erfahren will. Doch es gibt ein Problem: Karl ist Legastheniker. Kurzerhand wendet er sich an Fiorellas Lieblingsautoren. Ohne auch nur zu ahnen, dass der Schuss nach hinten losgehen könnte... Oder ist es vielleicht sogar besser, dass nichts läuft wie geplant?

Meine Meinung

Dieses Buch ist irgendwie... außergewöhnlich.
Ehrlich gesagt bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ihm zwei Sterne gerecht werden. Aber gerade die Tatsache, dass ich nicht weiß, was ich von dem Buch halten soll, sorgt dafür, dass mein Gesamteindruck nicht wirklich positiv ausfällt. Ich werde also mal versuchen zu begründen, warum genau mir die Geschichte nicht zugesagt hat:

Es beginnt schon damit, dass man im Buch mit einer völlig unerwartete Erzählperspektive überrascht wird. Es ist nicht Karls oder Fiorellas Sicht, sondern die des Autors. Das hat zwar auch einen gewissen Reiz, doch für mich war es eher schwierig, mich in einen 74jährigen, kränklichen und etwas eigentümlichen Herrn hineinzuversetzen.
Leider wurde durch diese Perspektive der Blick auf alle anderen Charaktere erschwert. Obwohl der Ich-Erzähler häufig wiederholte, dass er Karls Geschichte erzähle und nicht seine eigene, ist es mir nicht wirklich gelungen, in Karls, geschweige denn Fiorellas Gefühls- und Gedankenwelt vorzudringen.

Einen Großteil des Romans bilden die Dialoge und obwohl sie sehr flüssig zu lesen sind, muss man sich dabei ein wenig konzentrieren, da man sonst aus den Augen verliert, wer gerade spricht. Das zeigt meiner Meinung nach, dass die Figuren leider nicht an ihren Aussagen zu erkennen sind - oder, dass man sie nicht genug kennt.

Des Weiteren sollte man wissen, dass es in der Geschichte keinen echten Spannungsbogen gibt, damit man nicht mit falschen Erwartungen herangeht. Zwar ergeben sich immer wieder Fragen, für deren Auflösung man sich interessiert, doch unerwartete Wendungen bleiben im Großen und Ganzen aus. Da aber ja niemand behauptet hat, dass es sich um einen Thriller handelt, ist das auch in Ordnung so. Es ist nicht so, dass man das Buch abbrechen will. Andererseits gehört es aber auch nicht zu der Gattung der Pageturner.

Was mir an dem Buch gefallen hat, waren die teilweise schon fast schon philosophischen Lebensweisheiten des Autors (z.B. über den Unterschied von Romanen und Realität oder darüber, inwiefern es mit Unfreiheit zu tun hat, seine Bestimmung gefunden zu haben).
Der größte Minuspunkt ist für mich allerdings, dass ich nach dem Lesen des Buches nicht herausfiltern konnte, welche Botschaft es mir insgesamt mitgeben wollte. Man hat die ganze Zeit über das Gefühl, es möchte eine Lektion fürs Leben vermitteln, letztendlich kommt aber nichts dabei heraus. Zumindest hatte ich den Eindruck.

Fazit

Der spannende Titel und das interessante Cover sowie die tolle Grundidee, die sich aus dem Klapptentext ergibt, haben bei mir leider Erwartungen geweckt, die das Buch nicht erfüllen konnte. Die Umsetzung war... ich weiß gar nicht, wie ich es ausdrücken soll - offensichtlich sind Worte auch nicht immer meine Sprache - holprig? Gewöhnungsbedürftig. Etwas in der Richtung.
Trotzdem möchte ich niemanden abschrecken. Wer Lust hat, sich auf etwas Neues einzulassen, das aus dem Einheitsbrei heraussticht, und bereit ist, dafür auch eine eigenwillige (das ist das Wort, was ich gesucht habe!) Umsetzung in Kauf zu nehmen, sollte dem Buch eine Chance geben.





Für das Leseexemplar bedanke ich mich herzlich bei:

 http://www.stepstone.de/upload_de/logo/K/logoKnesebeck_Verlag_45361DE.gif

Dienstag, 12. Februar 2013

Die Tiefen meines SuB

 Was soll ich lesen und wenn ja wie viele?


In letzter Zeit hat mein SuB unter zwei Dingen gelitten:
1. Viele tolle Neuzugänge
2. Abbau = 0

Dabei freue ich mich auf viele der Bücher schon seit langem!

Habe jetzt mal einen kleinen Einblick in den Berg meiner "Unbedingt-bald-endlich-lesen"-Schätzchen zusammengestellt.

Kennt ihr vielleicht schon das ein oder andere der Bücher? Könnt ihr mir etwas besonders ans Herz legen?
Ich freue mich über eure Tipps :)

Montag, 11. Februar 2013

Aktion: Blogger Schenken Lesefreude

Aktion zum Welttag des Buches: 23.04.2013

Die meisten von euch werden bereits darauf aufmerksam geworden sein, aber auch ich möchte ein bisschen Werbung machen, nachdem ich mich nun auch entschlossen habe, an dieser tollen, von den Bloggern Christina und Dagmar gestarteten Aktion teilzunehmen:


Infotext von Blogger schenken Lesefreude:
Wir Buch-Blogger sind Botschafter in Sachen Lesefreude und deswegen ist der Welttag des Buches unser Tag! An diesem besonderen Feiertag wollen wir die Welt mit unserer Begeisterung für Bücher anstecken. Wir werden bloggen wie die Wilden und wir werden Bücher verschenken!
Wer kann mitmachen?
Alle buchbegeisterten Blogger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, Alltags-Blog, Tech-Blog und egal, auf welcher Plattform gebloggt wird. Auch reine Facebook-Fanpages sind willkommen!

Wie lautet der Plan?
Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichen alle teilnehmenden Blogger einen Beitrag, in dem sie ein Buch verlosen. Natürlich sind wir neugierig, warum ihr euch gerade für dieses Buch entschieden habt! Ist es ein Buch von einem Lieblingsautor, ein unentdecktes Buchjuwel, ein Buch aus Kindertagen oder ein Überraschungstitel?
Leser, die diese Bücher gewinnen möchten, kommentieren eure Beiträge. Verlost werden die Bücher am 30. April.

Wo kann ich mich anmelden?
Mit diesem Formular:
https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dGhOdlhaWDBEc3o5WGxQeEdQUzRnSEE6MQ
Wir benötigen deine Blog-Url, den Namen des Blogs, deine E-Mail-Adresse, deine Facebook-Fanpage (falls vorhanden) und den Titel des Buches, das Du verschenken möchtest. Falls Du den Titel noch nicht festlegen möchtest, kannst Du ihn auch bis zum 20. April nachmelden.

Was macht ihr mit diesen Angaben?
Wir sammeln alle teilnehmenden Blogs und veröffentlichen auf Facebook und Twitter, welcher Blog welches Buch verschenkt.

Wer steckt hinter der Aktion?
Gestartet wurde diese Gemeinschaftsaktion von Christina von https://pudelmuetzes-buecherwelten.de/ und Dagmar alias https://geschichtenagentin.blogspot.de/. Aber das finden wir nicht wichtig – für uns ist das eine Gemeinschaftsaktion von buchbegeisterten Bloggern für lesebegeisterte Menschen!

Ich habe noch Fragen!
Für weitergehende Fragen haben wir ein Forum eingerichtet und eine Facebook-Seite:
https://www.carookee.net/forum/BlogdenWelttagdesBuches/ www.facebook.com/BloggerschenkenLesefreude
Wie bleibe ich auf dem Laufenden?
Alle Neuigkeiten über die Aktion posten wir auf Facebook und auf Twitter :
https://www.facebook.com/BloggerSchenkenLesefreude https://twitter.com/BlogdenWelttag#lesefreude
Lasst uns den Welttag des Buches gemeinsam feiern – Wir Blogger, Wir Leser, Wir Buch-Fans!

Ich habe mich auch schon für ein Buch entschieden, das ich verlosen werde. Wenn es soweit ist, werde ich es dann im Verlosungspost vorstellen :)
 

Donnerstag, 7. Februar 2013

Vakuum - Antje Wagner

Rezension zu "Vakuum" von Antje Wagner

 ISBN 9783827054371, Fester Einband,   
304 Seiten, Kinder- & Jugendbuch,   
Erscheinungsdatum: 01.09.2012 bei Bloomsbury

Inhalt

Sie tippte auf ihr Handgelenk. Sie trug eine graugrüne Supermarktuhr, Army-Look, die sie mal für vier Euro gekauft hatte, deshalb hatte sie sich auch nichts weiter gedacht, als sie heute um 15:07 Uhr stehengeblieben war. Es war eben eine Billiguhr. Sie sah ihm in die Augen. "Aber hast du schon mal davon gehört, dass eine Funkuhr stehengeblieben ist?" Sie drehte den Monitor zu Leon um. "Diese Computeruhren hier gehen per Funk." In der rechten unteren Ecke stand: 15:07.                                                                      
(S. 182 f.)
Die Zeit steht still. Alle Menschen sind von einem Moment auf den anderen verschwunden. Nur fünf Jugendliche sind noch da: Kora, Hannes, Tamara, Alissa und Leon. Als einzige Anhaltspunkte auf das, was vor sich gehen könnte, haben sie verschlüsselte Botschaften zur Hand. Ein unheimlicher Nebel beginnt sie zu verfolgen, der ihre schlimmsten Ängste real werden lässt. Ein Nebel, der tödlich sein kann... Haben sie eine Chance, ihm zu entrinnen?

Meine Meinung

Dieses Buch würde ich mit einer Wundertüte vergleichen. Man hat ständig Ahnungen, was sich darin verbergen könnte, aber dann zieht man doch immer wieder eine neue Überraschung heraus.
Die Geschichte ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich.

Es beginnt schon damit, dass sie in Deutschland spielt - für mich eine willkommene Abwechslung zu den vielen typisch amerikanischen Highschool-Stories, die zurzeit den Buchmarkt bevölkern. Man hat das Gefühl, dass das Geschehen sich nicht in einer exotischen Traumgegend abspielt, sondern quasi zu einem nach Hause kommt.

Genauso liebevoll ausgearbeitet wie die Schauplätze sind die Charaktere. Keiner von ihnen ist der platte Romanheld - sie alle haben ihre Ecken und Kanten, eine glaubwürdige und berührende Geschichte. Sie sind Menschen, die schlimme Erfahrungen machen mussten - alle haben ein entsprechendes Geheimnis, dass dem Leser gegenüber vorerst nur angedeutet und somit vorenthalten wird - , und noch nicht wissen, wie stark sie sein können. Ihre Vergangenheit hat sie trotz Schmerz wachsen lassen und auch wenn die Zeit längst nicht alle Wunden geheilt hat, warten sie unbewusst doch alle auf die Chance, sich zu beweisen und ihr Leben zum Guten zu wenden. Jeder von ihnen durchlebt eine wesentliche Entwicklung. 

Die Handlung besteht aus vielen Fäden, die allerdings nicht zu einem Gewirr, sondern einem gut verwebten Netz werden. Kein Hinweis bleibt im Nachhinein unaufgelöst.

Ein weiteres großes Plus für das Buch ist der wunderbare Schreibstil. Zum einen wird er den jugendlichen Charakteren gerecht und gibt ihnen authentische, unverwechselbare Stimmen (somit ist auch die im Vergleich zu anderen Romanen besonders große Zahl an Charakteren keine größere Schwierigkeit), zum anderen ist er kunstvoll und bildhaft und insgesamt einfach erfrischend. Die Autorin versteht sich definitiv darauf, Metaphern einzuflechten, die man nie zuvor gehört hat, die die Bilder im Kopf der Leser jedoch um ein Vielfaches lebendiger und intensiver werden lassen.

In "Vakuum" werden realistische und paranormale Elemente miteinander verbunden, fließen ineinander über, werden eins, ermöglichen vielfältige Übertragungsmöglichkeiten. Das ist vielleicht nicht jedermans Ding, aber mich hat es sehr angesprochen.
Die Geschichte setzt auf Spannung, Emotionen, Tiefgründigkeit - auch in ihrer Botschaft - und Überraschungseffekte. Obwohl ich zwischendurch immer wieder glaubte, vieles vorhersehen zu können, wurde ich mit einem überwältigenden Ende eines besseren belehrt.

Kritik üben möchte ich bei diesem Buch eigentlich nur ungern, weil jeder winzig kleine Streitpunkt, den man auf den Tisch bringen könnte, meiner Meinung nach von den Stärken ausgeglichen wird. Ein Beispiel wäre, dass ich während einiger weniger Passagen abgeschweift bin, wenn sich etwas in die Länge zog (z.B. die Erkenntnis, dass die Zeit stehen geblieben ist) - aber nichts, was den positiven Gesamteindruck schmälern könnte.

Einen guten Rat zum Schluss: Wenn man mit dem Buch beginnt, sollte man ihm auch wirklich seine Konzentration schenken - am besten nicht mehrere Tage zwischendurch Pause machen oder andere Bücher parallel lesen. Dafür gibt es einfach zu viele wichtige Details und teilweise auch Zeitsprünge, die in diesen Fällen verwirren könnten. "Vakuum" ist ein Kunstwerk und es verdient die entsprechende Aufmerksamkeit ;)

Fazit

Wen der Gedanke eines interessanten Genremixes nicht abschreckt, wer gerne mit vielen Einzelteilen puzzelt und sich vom entstehenden Bild überraschen lassen will, wer gern tiefe Einblicke in die Psychen der Charaktere bekommt, um ihre Motive zu kennen und nicht gegen Spannung immun ist, sollte es dringend mit "Vakuum" versuchen.
Für mich war es ein tolles Leseerlebnis und ich vergebe demnach volle fünf Sterne.

Für das Freiexemplar bedanke ich mich bei bloomoon!

Dienstag, 5. Februar 2013

Ich werde immer da sein, wo du auch bist - Nina LaCour

 Rezension zu "Ich werde immer da sein, wo du auch bist" von Nina LaCour

ISBN 9783596854134, Fester Einband, 318 Seiten, 
Kinder- & Jugendbuch, Erscheinungsdatum: 08.03.2011 bei Fischer Taschenbuch 

Inhalt

"Es gibt ein paar Dinge, die du wissen solltest", sagt Mom. 
Ich höre die vorbeifahrenden Autos, von weit unten die Wellen und das Knistern des Brotpapiers. Trotzdem dringen einige Worte durch: klinisch depressiv; Medikamente; seit ihrem neunten Lebensjahr.
Das Meer ist tief unter uns, aber die Wellen wummern so laut, als wären sie ganz nah und könnten uns ertränken. 
"Caitlin?", fragt Dad.  
Mom berührt mein Knie. "Süße? Hörst du zu?" (S.13)
Nachdem sich ihre beste Freundin Ingrid das Leben genommen hat, findet Caitlin sich in den Trümmern ihres alten Lebens wieder. Die Frage nach dem Warum und die Unfähigkeit, ohne Ingrid weiterzumachen lasten ebenso auf ihr wie Verzweiflung und nagende Schuldgefühle.
Dann entdeckt sie das Tagebuch, das Ingrid unter ihr Bett gelegt hat. Stück für Stück erhält sie dadurch Einblicke in Ingrids Gedankenwelt, erfährt Schockierendes und Niederschmetterndes. Dennoch erkennt sie mit der Zeit, dass es sich trotz allem lohnen kann, neu anzufangen...

Meine Meinung

"Ich werde immer da sein, wo du auch bist" ist eines dieser Bücher, die ihre Botschaft nicht in Worte fassen, sondern in denen sie zwischen den Zeilen mitschwingt. Als Leser bleibt man nach dem Umschlagen der letzten Seite mit einem bestimmten Gefühl zurück - man hat verstanden, was das Buch vermitteln will, spürt es aber vielmehr, als dass man es beim Namen nennen könnte.
Die Geschichte wird in vielen kurzen Kapiteln erzählt, die jeweils aus Caitlins Erlebnissen, Ingrids Tagebucheinträgen, Rückblenden, Gedankenfetzen oder Momentaufnahmen bestehen.
Die Jahreszeiten sind durch illustrierte Deckblätter von einander abgetrennt. So begleitet man Caitlin ein Jahr lang auf ihrem Weg zurück ins Leben.
Ihre Zerrissenheit, ihre Ängste, ihre Zweifel - all das wird überzeugend zum Ausdruck gebracht. Man wird Zeuge ihrer ersten neuen Annäherungsversuche an Menschen in ihrer Umgebung und durchleidet erneute Rückschläge mit ihr. Immerzu hofft man, dass es ihr gelingt, sich endlich wieder zu öffnen - gegenüber ihren Eltern, gegenüber der Liebe, gegenüber dem Leben.
Als Protagonistin steht Caitlin eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens. Ihre Ich-Perspektive entführt mitten in ihre widerstreitenden Gefühle hinein. Alle anderen Charaktere werden subjektiv von ihr wahrgenommen und dargestellt.
Ingrid ist mir ein Rätsel geblieben. Zwar wird immer wieder darauf angespielt, dass sie klinisch depressiv gewesen ist und auch ihre Tagebucheinträge weisen darauf hin; dennoch ist es mir schwer gefallen nachzuvollziehen, wie sie dies vor Caitlin geheim halten konnte.
Die typischen Highschool-Elemente und die eher oberflächliche Liebesgeschichte zählen für mich eher zu den Schwächen des Buches.

Fazit

Insgesamt hat es mir zwar gut gefallen, mich aber nicht so tief berührt, wie ich erwartet hatte. Zum einmaligen Lesen zu empfehlen, aber ein absolutes Highlight ist es für mich nicht. Eine Geschichte über das Loslassen und über die Hoffnung, die zwar einfühlsam erzählt ist, allerdings das ein oder andere Jugendbuchklischee bedient.