Samstag, 30. Januar 2016

Wenn ich mich vom bloßen Abzeichnen löse...






















Ein herzliches Hallo an alle da draußen,

Heute gibt's ein paar mehr illustrative Zeichnungen von mir zu sehen und ich hoffe sehr, dass sie euch gefallen :)
Die beiden oberen sind Teil eines immerwährenden Kalenders, an dem ich schon ziemlich lange dran bin (ich glaube, es sind mindestens 3 Jahre). Liegt daran, dass ich mich an den Sprüchen zu den jeweiligen Monaten orientieren will und mir immer Ewigkeiten lang nichts Passendes einfällt :D
 

Dieses Bildchen habe ich - wie könnte es anders sein? - für Evelyn gemacht. Ich mochte das Zitat sehr ;)



Und zu guter Letzt dann noch das selbstgemachte Weihnachtsgeschenk für meinen Vater. Wusstet ihr, dass man ausgezeichnet auf Passepartout-Karton-Überresten mit Aquarell malen kann? Kann man jedenfalls :D

Joa. Das war's erstmal. Momentan bin ich wieder an einem großformatigen Acrylbild dran, das Thema bleibt aber vorerst geheim.

Wenn ihr mögt, lasst doch einen Kommentar da, das würde den Tag sehr erhellen. Ansonsten danke für's Anschauen ;)

Alles Liebe,
Miri

Dienstag, 26. Januar 2016

Selection 4 - Kiera Cass

  Rezension zu "Selection - Die Kronprinzessin"
von Kiera Cass

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
FISCHER Sauerländer (23. Juli 2015)
ISBN-13: 978-3737352246
Originaltitel: Selection - The Heir
Band 4 von 5 

Rezis zu Band 1 - Band 2 - Band 3

 

Worum geht's?


 Wer war ich denn überhaupt? Eine Hälfte eines Zwillingspaares. Die Erbin eines Thrones. Einer der mächtigsten Menschen der Welt. Das größte Ablenkungsmanöver aller Zeiten. Nie einfach nur eine Tochter. Nie einfach nur ein Mädchen. (S. 152)
America und Maxon regieren nun schon seit Jahren über ihr Königreich. Doch auch wenn das Kastensystem abgeschafft ist, gibt es immer noch Unruhen und schlechte Stimmung im Volk. Die frühere Abstufung der Menschen ist noch fest in den Köpfen verankert.
Um die Lage mit einer großen Show zu beruhigen, bitten König und Königin ihre älteste Tochter Eadlyn um einen großen Gefallen: Sie soll ein Casting starten wie das, in dem ihre Eltern einst zusammengekommen sind. Und so sieht sich die toughe Prinzessin, die bisher immer gut allein zurechtgekommen ist, plötzlich 35 Heiratskandidaten gegenüber ...

Was mich neugierig gemacht hat:


Ich muss zugeben, dass meine Begeisterung zur Selection-Reihe im Laufe der Trilogie um Maxon und America stark abgenommen hat. Der ganze Hype und die Protagonistin, die sich meiner Meinung nach nicht zum Positiven entwickelt hat, sowie das überstürzte und für mich leider unglaubwürdige Ende von Band 3 haben da ihren Teil beigetragen.
Jetzt, wo der Spieß in Band 4 aber umgedreht wird und wir es mit der nächsten Generation zu tun bekommen, wollte ich der Reihe aber noch eine Chance geben und habe gehofft, dass Eadlyn ein bisschen frischen Wind in das Ganze bringen kann.

Wie es mir gefallen hat:


Mein Entsetzen über das Ende des letzten Bandes war wahrscheinlich nicht mehr zu toppen, und somit gab es für mich mit "Selection - Die Kronprinzessin" zumindest wieder eine kleine Steigerung der Reihe ins Positive. Dem standen leider aber auch einige Aspekte im Weg, Punkte, mit denen Kiera Cass aus meiner Sicht Potenzial verschenkt hat.

Dass wir es hier mit einer neuen Protagonistin - Maxons und Americas Tochter - zu tun bekommen, ist zunächst einmal gut, weil Americas Erzählstimme in meinen Augen einfach schon ausgereizt war.
Ich war sehr gespannt, auch weil Eadlyn schon zu Beginn des Buches 18 Jahre alt ist (und damit älter als America zu Beginn der Reihe). Allerdings wirkt die Kronprinzessin im Gegensatz zu ihrer Mutter etwas künstlich und für ihr Alter doch sehr kindlich. Ich hatte den Eindruck, Kiera Cass hat sich ein paar Notizen von Eigenschaften gemacht (störrisch, etwas egoistisch und überheblich, will sich selbst beweisen, hat Angst, die Kontrolle zu verlieren) und daraus dann Eadlyn gebastelt. Hätte sie behauptet, ihre Figur wäre 13 oder 14 hätte ich ihr das auch abgenommen.

Man lernt die Prinzessin nicht aus der Erzählperspektive oder der Handlung heraus kennen, sondern bekommt von ihr selbst ständig unter die Nase gerieben, wie sie tickt - sie beschreibt mehrfach, wie schwer es ihr fällt, die Hilfe von anderen anzunehmen, die Zügel aus der Hand zu geben oder überhaupt jemanden an sich heranzulassen. Show, don't tell, sag ich hier nur. Diese Dinge hätte man sich auch alle sehr gut aus der Geschicht erschließen können, ohne sie dauernd beschrieben zu bekommen.

Das Casting erlebt man hier eher aus der Distanz, was wohl auch damit zusammenhängt, dass Eadlyn ja nicht Teilnehmerin sondern Gastgeberin ist und zusätzlich eben kaum Interesse daran hat, einen Mann zu finden. Dadurch erscheinen auch die meisten Kandidaten leider recht blass.
Positiv aufgefallen ist mir hier eigentlich nur der Teilnehmer aus dem Nachbarland Swendway, der seinen eigenen Übersetzer braucht und ein überaus guter Koch ist. Warum hat Kiera Cass nicht auch weitere Charaktere ähnlich individuell erfunden? Sie kann es doch!
Eadlyns Verhältnis zu Kyle, einem Kandidaten aus Eadlyns persönlichem Umfeld, fand ich unglaubwürdig. Erst war es, als würden sie einander wie Fremde behandeln, dann hieß es auf einmal, sie hätten sich ja immer schon gut gekannt.

Aber um mit etwas Positivem abzuschließen: Ich habe keinen Schimmer, wie Eadlyns Casting ausgehen und ob sich die Bevölkerung wieder beruhigen wird und werde allein schon deswegen auch dem nächsten und letzten Band eine Chance geben.
Am Ende gab es auch noch einen unerwarteten Schockmoment, der die sonst im Buch eher mäßig plätschernde Spannung noch einmal bündeln konnte.

(Für wen) Lohnt es sich?


Alle Fans von der Selection-Trilogie um America werden der Reihe wohl so oder so treu bleiben. Wer neu einsteigt, sollte lieber mit "Selection" (dem ersten Band mit dem blauen Cover) beginnen.
Das Buch ist wie gewohnt kurzweilig und unterhaltsam, reicht aber meiner Meinung nach nicht an den Auftakt der Serie heran. Es bietet nichts großartig Neues und spricht trotz volljähriger Protagonistin vielleicht eher die Jüngeren (ab 13/14 Jahren) an.
 

In einem Satz:


Die nächste "Selection"-Generation sorgt zwar für Unterhaltung, hat aber leider eine sehr konstruiert wirkende Protagonistin, und man hat insgesamt das Gefühl, dass aus der Grundidee langsam die Luft raus ist. 

Samstag, 23. Januar 2016

Emily

"Emily VanCamp", 29,7 x 40 cm, Polychromos auf Bristolboard, 2015 
Hallo ihr Lieben :)

Ich habe länger nichts von mir hören lassen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht fleißig gewesen wäre :D
Diese Zeichnung von Emily VanCamp war ein Weihnachtsgeschenk für Evelyn.
Die Serien-Gucker unter euch werden sie vielleicht aus Revenge kennen.

Ich hätte ansonsten noch ein paar illustrationsmäßige Zeichnereien zu zeigen, besteht Interesse?

Ein schönes Wochenende euch und Alles Liebe,
Miriam

 

Montag, 11. Januar 2016

Ein anderes Paradies - Chelsey Philpot

Rezension zu "Ein anderes Paradies"
von Chelsey Philpot

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Carlsen (27. November 2015)
ISBN-13: 978-3551583451
Originaltitel: Even in Paradise

Worum geht's?

 

Erst im Rückblick können wir auf die Momente, die uns geformt haben, zeigen wie auf eine Stadt auf einer Landkarte - auf die Momente, in denen wir uns für ein Ja oder ein Nein entschieden und dadurch bestimmt haben, wer wir wurden. (S. 183)
Als Charlotte auf dem Mädcheninternat die beliebte Julia Buchanan kennenlernt, verändert sich ihr Leben. Ihr alter Freundeskreis kann mit dieser sprühenden Freundin nicht mithalten. Durch Julia lernt sie eine ganz andere Welt kennen - die Welt der Buchanans mit ihrem großen Anwesen, ihrem Geld, ihrem Ansehen, ihren eleganten Partys. Sie verliebt sich in Sebastian, Julias Bruder, und eigentlich in ihre ganze Familie. Unbedingt will sie Teil davon sein, dazugehören. Doch auch die Buchanans haben ihre Geheimnisse, und Charlotte muss schnell lernen, dass Glück oft nur ein Trugbild ist ...

Was mich neugierig gemacht hat:


"Ein anderes Paradies" hat mich von der Thematik her sehr angesprochen. Was macht die Reichen und Schönen einer Gesellschaft so anziehend für alle anderen? Was sind die Versprechungen, für die die High Society steht? Kann ein so schillerndes Leben echt sein? Welche Sehnsüchte treiben Menschen dazu, einen Teil ihrer selbst aufzugeben - des Ruhmes und der Anerkennung willen?
Ich habe mir von diesem Buch eine gute Geschichte zu diesem Thema versprochen und bin für Romane mit dunklen Familiengeheimnissen immer zu haben.

Wie es mir gefallen hat:


Schon die Gestaltung der deutschen Version passt meiner Meinung nach hervorragend zur Atmosphäre der Geschichte. Die Pastelltöne und das dazu passende, mitgrüne Vorsatzpapier sowie das abgebildete Mädchen spiegeln sehr gut wider, in welche Welt Charlotte im Laufe der Geschichte gerät, mit welchen Hoffnungen sie sich dort Zugang sucht und wie sie das Ganze mehr als Traum denn als Realität erlebt. Auch in der Geschichte sind es eher die leisen Töne, die im Vordergrund stehen. Es ist eine der wenigen Ausnahmen, bei denen ich das Originalcover schwächer finde als die deutsche Variante.
Dafür hätte ich aber eine direkte Übersetzung des Titels, also etwas in Richtung "Selbst im Paradies"  treffender gefunden.

Der Prolog gibt bereits zu erkennen, dass es keine leichte, glückliche Geschichte ist, die den Leser erwartet, sondern eine, in der alles, was perfekt zu sein scheint, Risse bekommt. Der wunderbare, fast poetische Schreibstil hat mir hier auf Anhieb gut gefallen und passt wunderbar zum Charakter der Ich-Erzählerin.
Auch im weiteren Verlauf des Buches bleibt diese malerische Erzählweise erhalten und trägt sehr viel zu der zum einen träumerisch-schwärmerischen, zum anderen aber auch wehmütig bis melancholischen Stimmung bei.

 Die Luft hing voller Musik, lauter Stimmen und noch etwas, das ich nicht so recht zu fassen bekam - Glück, aber ein Glück, das auf der Kippe stand; Freude, die umso bedeutungsvoller war, weil sie nur flüchtig war. Es war eine Szene, die man von weitem einfangen musste, wenn man sie malen wollte, da die Farben immer mehr verschwammen, je näher man heranging. Es war wild und wunderbar. Erschreckend und elegant. (S. 159)
Der Plot ist einzigartig komponiert - jedes Puzzleteil findet seinen Platz. Nach jedem Kapitel gibt es eine zusätzliche kurze Szene, einen Zeitungsbericht, eine Erinnerung Charlottes und ähnliches, und alles fügt sich perfekt ins Geschehen ein. Das hat mich an diesem Buch wirklich beeindruckt.
Im Vordergrund stehen mehr Atmosphäre und Aussage und weniger Spannung und Überraschungen. So schlägt auch die Hauptauflösung nicht wie eine Bombe ein, sondern ist mehr wie ein Korken, der aus der Flasche schießt. Das hat mich persönlich aber nicht gestört, da die ruhige Art der Geschichte einfach etwas Einzigartiges an sich hat.

Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, ist das Ende das einzige, gegen das ich mich im Nachhinein noch ein wenig sträube. Das daraus resultierende Verständnis von Freundschaft finde ich schwierig und den Ausblick in Charlottes Zukunft nicht unbedingt realistisch.
Von diesem kleinen Kritikpunkt abgesehen war meine Reise ins "andere Paradies" aber ein bittersüßes und gerade dadurch intensives und großartiges Leseerlebnis.

(Für wen) Lohnt es sich?


An dieser Stelle kann ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen - für alle, die realistische, ruhige Jugendbücher mit Tiefgang mögen, in denen es nicht zum allumfassenden Happy End kommt.
Der Schreibstil ist vielleicht Geschmacksache; im Zweifel kann man vor dem Kauf ja in die Leseprobe hineinschnuppern, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
Meine Alterseinschätzung wäre ca. ab 15/16 Jahren.
 

In einem Satz:


"Ein anderes Paradies" entführt den Leser mitten hinein in die Welt einer träumerischen, kunstbegabten Jugendlichen, die auf der Suche nach sich selbst erkennen muss, dass das, was man sich wünscht und was man darin sehen will, der Realität oft nicht standhalten kann - ein unglaublich gut geschriebenes und durchdachtes Buch, das zeigt, das selbst das nach außen hin perfekteste Leben seine Schattenseiten hat.

 


Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an

 

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresstatistik 2015

Im Juni habe ich auch in diesem Jahr schon eine Halbjahresstatistik gemacht, und nun ist es schon wieder so weit: Es ist Zeit für den Gesamtrückblick auf das Jahr 2015.

Wenn ich mir unser Blogarchiv so ansehe, war dieses Jahr leider nicht sehr blogreich - aber wenn man unsere Beiträge gleichmäßig verteilen würde, kämen wir immerhin noch auf etwas mehr als einen Post pro Woche. 
Dieses Jahr war viel los - ich hatte meine Abschlussprüfungen von der Ausbildung und habe an der Veröffentlichung von zwei Ebooks gearbeitet (das zweite erscheint übrigens am 1. Januar).
Da ich im Oktober zu studieren begonnen habe, ist mein Zeitplan jetzt etwas weniger straff, und ich hoffe, im kommenden Jahr wieder mehr zum Lesen und Bloggen zu kommen.

Gelesen und Getourt

Bis Juni war ich auf 18 gelesene Bücher gekommen, witziger Weise genau so viele wie auch zu diesem Zeitpunkt in 2014 :) 15 sind noch einmal hinzugekommen, darunter aber auch einige richtig dicke Schmöker.
Insgesamt habe ich in diesem Jahr also immerhin 33 gelesene Bücher vorzuweisen, leider fast zehn weniger als im letzten Jahr. Die meisten sind schon rezensiert, im Januar folgen noch die beiden Rezis zum 4. Band von "Selection" und zu "Ein anderes Paradies" von Chelsey Philpot.

Mit den Leserunden habe ich mich dieses Jahr ein wenig zurückgehalten, habe aber eine zu meinem eigenen Buch veranstaltet und im Rahmen von zwei schönen Runden "Das Juwel" von Amy Ewing und "Solange wir lügen" von E. Lockhart gelesen - ganz klar zwei Lesehighlights!

Erstmals habe ich dieses Jahr Blogtouren für mich entdeckt und war mit unserem Blog dabei bei "50 Tage - der Sommer meines Lebens" von Maya Shepherd und "Mit Schirm, Charme und Kaktus" von Silvia Konnerth - zwei Bücher, die ich sonst vielleicht nicht gelesen hätte und durch die Teilnahme an den Touren für mich entdeckt habe.  



Die TOP 8

Unter meinen Top 8 (acht diesmal, weil ich die Liste einfach nicht auf 5 begrenzen konnte diesmal) befinden sich auch wieder die Highlights aus dem ersten Halbjahr, die einfach schwer zu übertreffen waren. Die Rangfolge ist aber wirklich nur in minimaler Abgrenzung gemeint, da es allesamt wunderbare, sehr sehr empfehlenswerte Bücher sind:

Platz 8:  

"Ein anderes Paradies" von Chelsey Philpot war das letzte Buch, das ich dieses Jahr beendet habe. Obwohl mich das Ende der Geschichte nicht ganz zufriedenstellen konnte, hat mich der Schreibstil und die Komposition wirklich beeindruckt. Die Rezension zum Buch folgt noch.





Platz 7:
"Das Erwachen der Lady Mayfield" von Julie Klassen war mein erstes Buch der Autorin. Früher habe ich gern historische Romane mit Familiengeheimnissen gelesen, und diese Vorliebe ist beim Lesen wieder aufgelebt. Das Verwirrspiel der Protagonistin mitzuverfolgen, war wirklich sehr spannend!


 Platz 6:  Den fünften Platz belegen Band 1 und Band 2 von "Falling Kingdoms" von Morgan Rhodes, die ich beide dieses Jahr gelesen und geliebt habe - außerordentlich gute Fantasy. Ich freue mich, dass schon bald der dritte Teil erscheint. Zu diesem Anlass werden auch die ersten beiden noch einmal mit neuem Cover herauskommen.




Platz 5: 
Mit der Protagonistin in "Die rote Königin" von Victoria Aveyard konnte ich mich zwar nicht wirklich anfreunden, aber davon abgesehen hat mir das Buch, insbesondere natürlich wegen Maven, richtig gut gefallen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.


 
Platz 4: 
"Du wirst vergessen" von Suzanne Young hat sich weggelesen wie nichts, so toll und spannend war es. Ich habe mich total gefreut, dass Band 2, der erst kurz vor dem Erscheinen abgesagt worden war, nun zumindest als Ebook auf Deutsch erhältlich ist. Der ist bereits auf meinem Reader gelandet.



Platz 3: 
In diesem Jahr habe ich die Zwischen-den-Welten-Trilogie beendet und vergebe den dritten Platz an "Days of Blood and Starlight" von Laini Taylor - den vielleicht besten Mittelteil, den ich je gelesen hatte. 





Platz 2: 

"Throne of Glass - Kriegerin im Schatten" von Sarah J. Maas war genauso genial wie Band 1 und hat eine superüberraschende Wendung bereitgehalten. Soo schade, dass der dritte Teil nicht als Hardcover erscheinen wird! Aktuell lese ich nun Band 3.


Platz 1:
"Elias und Laia - Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir - atemberaubend spannende, orientalisch angehauchte Fantasy, die mich wirklich unglaublich beeindruckt hat. Mehr davon bitte!!!







Meine größte Bucherüberraschung war "Solange wir lügen" von E. Lockhart, von dem ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Die Erzählstimme war hier unglaublich vielschichtig, und am Ende platzte eine richtige Bombe. Dieses Buch kann ich sehr empfehlen.


Das Buch, das von mir die schlechteste Wertung bekommen hat und somit mein persönlicher Flop war, ist "Mondglas" von Jessi Kirby - da hatte ich etwas ganz Anderes und vor allem Tiefsinnigeres erwartet.

Die positivste Zahl meiner Statistik sind die Neuzugänge, die ich 2015 trotz zahlreicher toller Neuerscheinungen ein bisschen drosseln konnte und so meinen SuB vorm Umkippen bewahrt habe. 40 neue Bücher hat es aber gegeben, darunter viele spannende Geschichten, die ich schon lesen konnte und auch Must-Reads, die ich mit in 2016 nehme wie z.B. "Bannwald", "Die Kreuzträgerin", "Die fünfte Welle" und "Der Winter erwacht".
Zu Weihnachten gab es dieses Jahr "Die Vernichteten" von Ursula Poznanski und "Killing Butterflies" von M. Anjelais.  

 2015 in Bildern

Auch Miri war in diesem Jahr fleißig und hat eine Übersicht über all ihre entstandenen Kunstwerke zusammengebastelt. Hier könnt ihr sie nun bestaunen (zwei dieser Schätze waren sogar Geschenke an mich <3):


Einen guten Start in eine tolles und hoffentlich bücherreiches Jahr 2016!
wünschen euch
Evelyn & Miriam

Freitag, 25. Dezember 2015

Rosen und Seifenblasen - Sonja Kaiblinger

 Rezension zu "Rosen und Seifenblasen"
(Folge 1)
von Sonja Kaiblinger



Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Loewe (21. Juli 2014)
ISBN-13: 978-3785578667
Band 1 der Serie

 

Worum geht's?


Die vierzehnjährige Abby hat mit der Lieblingsserie ihrer großen Schwester so gar nichts am Hut. "Ashworth Park" ist in ihren Augen einfach nur eine kitschige, nervige Seifenoper - reine Zeitverschwendung - und die schwülstigen, übertrieben dargestellten Darsteller der Adelsfamilie Ashworth findet sie lächerlich. Doch dann wird das Ganze zum bitteren Ernst für Abby: Sie wird auf magische Weise mitten in die Serie hineinkataputiert. Abend für Abend muss sie sich nun in dieser ihr völlig fremden Welt zurechtfinden und stellt dabei schnell fest, dass die Ashworths in echt noch viel komplizierter sind als nur auf dem Bildschirm ...

Was mich neugierig gemacht hat:


Das war in diesem Fall ganz klar die Idee mit der Serie. Ich lese mit meinen mittlerweile 22 Jahren zwar auch noch gern Jugendbücher, normalerweise aber keine mit Protagonisten unter, sagen wir, 16. 
Für Abby habe ich eine Ausnahme gemacht :) Das Cover hätte aber wahrscheinlich wenn überhaupt eher mein jüngeres Ich angesprochen.

Wie es mir gefallen hat:


Dieses Buch hat mir, wie oben schon angedeutet, trotz der jungen Protagonistin und dem rosa Cover wirklich gut gefallen.
Es greift alles auf, was in einem guten Jugendbuch nicht fehlen darf, käut aber nicht einfach Bekanntes wieder, sondern überzeugt mit einer eigenständigen, humorvollen Geschichte.
Alle Soap-Klischees, die auftauchen, sind gewollt eingeflochten; die Autorin spielt damit und adaptiert sie auf sehr lustige und zielgruppengerechte Weise. Dabei gelingt es ihr, gleichzeitig mit einem Schmunzeln auf den Charakter von Serien zu blicken, aber auch zu zeigen, warum sie so schnell süchtig machen können :)

Abby, ihre Schwester, ihre Freundin Morgan, aber auch die liebenswert verrückten Ashworths, insbesondere Tante Gladys und die beiden Söhne des Hauses lassen den Leser in ihre Welt hinein und garantieren ein paar sehr unterhaltsame, lustige Lesestunden.

Ich möchte die nächste Folge sehen ... äh ... lesen!

(Für wen) Lohnt es sich?


"Rosen und Seifenblasen" ist ein tolles Jugendbuch für Mädchen ab 12 und auch für ältere Serienfans ein großer Lesespaß :)
 

In einem Satz:

 

Humorvoll, spritzig und einfallsreich ist "Rosen und Seifenblasen" der Auftakt einer einfach liebenswerten, augenzwinkernden Serie im Buchformat.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Dreams of Gods and Monsters - Laini Taylor

Rezension zu "Dreams of Gods and Monsters"
von Laini Taylor

Gebundene Ausgabe: 784 Seiten 
FISCHER FJB (23. Juli 2015)
ISBN-13: 978-3841422323
Originaltitel: Dreams of Gods and Monsters
Band 3 von 3

Meine Rezension zu Band 1: Daughter of Smoke and Bone

 

Worum geht's?


Die Dinge können sich ändern. Sie können geändert werden, von jenen, die den Willen haben.
Und Welten auch. Möglicherweise.
(S. 274)

Karou und Akiva stehen wieder auf einer Seite, doch diese Seite basiert auf einem zerbrechlichen Bündnis zwischen Engeln und Chimären. Im Kampf stehen sie dem grausamen Seraphim Jael und seiner Armee gegenüber, die nun die Welt der Menschen stürmen und dort an Massenvernichtungswaffen kommen wollen.
Wird der Traum, den Karou und Akiva vor langer Zeit teilten, untergehen oder kann es noch Rettung geben, für ihre Völker und für ihre Liebe?


Was mich neugierig gemacht hat:


Als in diesem Jahr das große Finale der Trilogie erschienen ist, habe ich die Chance ergriffen, nun Band 2 und 3 kurz hintereinander wegzulesen. Band 1 hatte mir damals schon unglaublich gut gefallen - ein Buch, das einfach aus der Masse heraussticht - und so wollte ich natürlich unbedingt erfahren, wie die Autorin es schaffen würde, diese gigantisch vielen Fäden zuende zu führen.

Wie es mir gefallen hat:


Ich war ein bisschen in Sorge, was dieses Finale angeht und konnte mir absolut nicht vorstellen, wie Laini Taylor es schaffen will, ein überzeugendes Ende zu schreiben. Aber es ist ihr gelungen.

Alle offenen Fragen werden geklärt, der Ausgang der Geschichte ist weder überstürzt noch zu Happy-End-mäßig oder zu bitter.

Was meinen Einstieg in diesen Band ein wenig erschwert hat, war der Epilog des 2. Bandes. Diesen hätte ich eher weggelassen. Er hat die Spannung ein Stück weit ausgebremst, weil der 3. Teil noch einmal vor diesem Epilog ansetzt und man so schon wusste, auf welche Situation dieser Anfang hinauslaufen würde.

Gestört hat mich zu Beginn auch, dass mit Eliza noch einmal ein ganz neuer Erzählstrang aufgemacht wurde. Im abschließenden Band hatte ich das so nicht erwartet und fand ihre Geschichte auch nicht so interessant wie den Rest - im Nachhinein ist dieser Faden aber natürlich in die Haupthandlung mit eingeflochten worden und hat dort auch eine wichtige Rolle eingenommen.
Karou glaubte nicht an das Schicksal. Nicht das Schicksal hatte ihren Plan zunichtegemacht, sondern Verrat. Und es war auch nicht das Schicksal, das ihn jetzt neu schmiedete - oder zumindest diese verzerrte, von Misstrauen und Feindseligkeit bedrohte Abbild dessen, was sie sich einst erträumt hatten. Dahinter steckte ein Wille. (S. 77)
Eine der Besonderheiten, die mir an der Zwischen-den-Welten-Trilogie so gut gefallen, ist die Sprache, die niemals plump, aber auch nicht anstregend oder unnötig aufgebauscht ist, und manchmal Gedanken einfängt, die fast einen philosophischen Touch haben.

Was ich auch noch kurz erwähnen möchte, ist, dass es mir richtig gut gefallen hat, dass Liraz, Akivas Schwester, hier noch einmal eine größere Rolle eingenommen und eine wirklich schöne Entwicklung durchgemacht hat.
Auch mit anderen tollen Figuren - wie Zuzana und ihr Freund - gibt es hier noch ein letztes Wiedersehen.

Wenn ich die Trilogie insgesamt betrachte, hat mir überraschenderweise der Mittelteil am allerbesten gefallen, bin aber auch von den anderen beiden wirklich begeistert.

(Für wen) Lohnt es sich?


Fans der Zwischen-den-Welten-Trilogie werden bestimmt nicht enttäuscht sein. Ich jedenfalls finde, es ist ein würdiger Abschluss. Empfehlen würde ich die Reihe ab 15/16. Die Reihenfolge der Bände sollte man unbedingt einhalten, da sie eng zusammenhängen.
 

In einem Satz:

Mit "Dreams of Gods and Monsters" hat Laini Taylor ein überzeugendes Finale geschaffen, das allen Erwartungen gerecht wird und eine grandiose Trilogie zum Ende führt.