Sonntag, 26. Januar 2014

Eve & Adam - Michael Grant und Katherine Applegate

Rezension zu "Eve & Adam" von Michael Grant und Katherine Applegate

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (1. Dezember 2013)
ISBN-13: 978-3473401048

Inhalt

 

"Ich will das linke Auge ausradieren, da fällt mir plötzlich das Plakat mit den Eselsohren ein, das im Zeichensaal hängt: Kreativität heißt, eigene Fehler zuzulassen. Kunst heißt, zu wissen, welche man behalten soll." (S. 157 f.)
Nach einem schweren Unfall findet sich Evening Spiker im Krankenhaus wieder. Doch bevor sie realisieren kann, was passiert ist, taucht ihre Mutter auf der Bildfläche auf und drängt darauf, Eve in ihre Privatklinik zu verlegen.
Dort macht Eves Genesung erstaunlich schnelle Fortschritte.
Um ihr die Langeweile zu verteiben, setzt ihre Mutter sie auf eine neue Software an, mit der man den perfekten Menschen kreiren kann.
Eve findet schnell Gefallen daran, ihren vollkommenen Adam zu erschaffen. Doch es kommt wie es kommen musste und plötzlich stehen sich die beiden leibhaftig gegenüber.

 © Ravensburger Verlag

Meine Meinung


Dieses Buch war von Anfang an eine Reihe von Auf und Abs für mich.
Vor etwa einem Jahr stieß ich auf das englische Original, war sofort von Cover und Klappentext angetan und hoffte auf eine Übersetzung.
Nun war es endlich so weit und auf den ersten Blick war ich enttäuscht. Das deutsche Cover wollte mir so gar nicht gefallen, mit dem perfekten Frauengesicht vorne drauf - obwohl es doch um Adam geht - und den sanften Rosatönen. Als ich das Buch dann aber in Händen hielt, schlug der negative Eindruck in Begeisterung um: Das leicht transparente Material des Schutzumschlags und das Cover, das sich noch darunter verbirgt, sind wirklich sehr gelungen. 
Aber genug der Äußerlichkeiten...

Bei der Geschichte an sich verliefen meine Gefühle genau umgekehrt. Zuerst war ich sehr überzeugt von dem gut lesbaren Schreibstil und habe mich sehr über den Perspektivwechsel der Ich-Erzähler gefreut.
Danach jedoch wurden meine Erwartungen leider nicht mehr erfüllt.

Bei dem Buch handelt es sich nicht um eine Dystopie. Die Geschichte beschäftigt sich lediglich mit einem möglichen wissenschaftlichen Fortschritt.
Ich weiß, dass es ein Jugendbuch ist und man die Maßstäbe daher vielleicht nicht zu hoch ansetzen darf, aber ich hätte mir doch gewünscht, dass die Thematik mehr vertieft wird und moralische Bedenken deutlicher hervortreten.

Auch die Charaktere haben mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
Eve hat für mich kaum Gestalt angenommen. Sie ist reich und joggt gern - das war es schon fast an Informationen, die ich von ihr bekommen habe.
Solo, ein weiterer Protagonist, war zwar ein wenig authentischer, hat in meinem Kopf aber auch nicht wirklich ein Gesicht bekommen.
Adam hat im Endeffekt beinahe eine Statistenrolle eingenommen. Er taucht erst sehr spät auf und wird dann auch relativ komplikationslos wieder beiseite geschoben.
Am meisten von allen mochte ich da noch Eves beste Freundin Aislin. Die war zwar nicht unbedingt sympathisch, hatte aber wenigstens eine Persönlichkeit.

Eves Liebesgeschichte kam in meinen Augen aus dem Nichts und ich konnte sie ihr nicht abkaufen. Bei keinem der Beteiligten habe ich verstanden, warum er/sie sich verliebt haben sollte und von Gefühlen hab ich nichts gespürt.

Die Spannungskurve lässt sich am besten als holter-di-polter beschreiben.
Ich hatte an keinem Punkt wirklich das Gefühl, dass irgendjemand ernsthaft in Gefahr schweben könnte. Die Erkenntnisse, die die Figuren im Laufe des Buches, über die Vergangenheit bekommen, waren nicht unbedingt vorhersehbar, aber auch nicht so spektakulär, dass sie für mich das Ruder herumreißen konnten.

Fazit

 

Obwohl ich wirklich gerne schreiben würde, dass mir das Buch so gut gefallen hat, wie ich es mir erhofft hatte, ist leider das Gegenteil der Fall.
Bis auf sehr wenige Stellen ist bei mir nichts hängen geblieben, die Charaktere erschienen mir blass und farblos. Die Geschichte hat mich einfach nicht berührt.
Es tut mir ehrlich leid, wenn ich die Rezension jetzt so überfliege und merke, wie negativ alles klingt. Ich denke nicht, dass die Geschichte schlecht ist, bin aber von der Umsetzung doch sehr enttäuscht.
Trotzdem werde ich nicht sagen, dass das Buch auf keinen Fall weiterzuempfehlen ist, denn ich bin mir sicher, dass es seine Leser finden wird und der ein oder andere mehr damit anfangen kann als ich.


 
 Mein Dank für das Rezensionsexemplar für die Leserunde geht an:

Kommentare:

  1. Hallo (:
    Das ist wirklich unglaublich schade :/ Der Klappentext hört sich so toll an! Ich werde auf jeden Fall noch andere Meinungen abwarten bevor ich mir entscheide ob ich das Buch kaufe oder nicht. (:
    Liebe Grüße,
    Jasi

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  2. Schade, dass du von dem Buch so enttäuscht wurdest -.- Ich finde es vom Klappentext auch ziemlich interessant, aber hab jetzt schon öfters gehört, dass es nicht mehr als mittelmäßig sein soll. Werde mir daher vorerst mal andere Bücher vornehmen^^ Aber eins muss man ja schon sagen, das Cover mit der Folie ist echt genial:D

    Liebe Grüße,
    Filo

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  3. Ohh, da habe ich wahrscheinlich noch Glück gehabt, dass ich mir das Buch letztens nicht im Laden geholt habe. Deine Rezension ist wirklich ziemlich schlecht ausgefallen...
    Aber das zeigt auch mal wieder, das Klappentexte nicht wirklich viel über das Buch verraten!

    LG
    Anne

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