Freitag, 30. Juni 2017

Halbjahresstatistik 2017

Ist das wirklich wahr? Schon ist der Juni auch wieder zuende.
Gerade noch rechtzeitig habe ich bemerkt, dass es somit Zeit für meine Halbjahresstatistik wird, nun schon die fünfte in der Geschichte von "Dreaming till Midnight" (!)

Seit Januar habe ich 19 Bücher gelesen; was sehr nah an meine Zahl von 2015 herankommt - letztes Jahr waren es mit 25 zu diesem Zeitpunkt schon eine Handvoll mehr. 
Mit dem Rezensieren war ich dieses Jahr bisher nicht ganz so fleißig wie sonst:  
14 Rezensionen haben das Licht der Blogwelt erblickt.

Diese Bücher sind für 2017 bisher meine Top 5 (die Reihenfolge ist jetzt nicht in Stein gemeißelt - die Bücher sind einfach diesmal auch unglaublich unterschiedlich und kaum vergleichbar!):

Platz 5: Wenn ich dich nicht erfunden hätte, Julia Dibbern

Keine süße Geschichte, sondern eine mit Kanten, eine, die nichts beschönigt, einem nichts schenkt und gerade dadurch so überzeugend wird. Zur Rezension

 Platz 4: Caraval, Stephanie Garber

In jeder Hinsicht ein magisch einfallsreiches Buch, in dessen Welt man wunderbar abtauchen kann und aufpassen muss, sich nicht zu verirren - Wunderland reloaded, live und in Farbe! Zur Rezension

Platz 3: Was es ist, Julia Willmann
 
Kein leichtes Buch für nebenbei, sondern eine kunstvoll erzählte, tiefgehende, zeitweise bedrückende Geschichte, die einen drängt, sich intensiv mit ihr auseinanderzusetzen, um ihre Lebensweisheit für sich entdecken zu können. Zur Rezension

Platz 2: Jolas Briefe, Lisa Wingate 

"Jolas Briefe" berührt, es inspiriert und thematisiert die Themen Gottvertrauen, Nächstenliebe und Selbstfindung auf unaufdringliche, authentische Weise. Zur Rezension

Platz 1: The School for Good and Evil - Es kann nur eine geben, Soman Chainani

Ehrlich, Leute, dieses Buch ist der HAMMER! Ich war mir erst ein bisschen unsicher, was da wohl auf mich zukommen würde, da es ja eher ein Kinderbuch ist, aber es hat mich auch mit meinen 23 Jahren total begeistern können. 

Super viel Witz, Einfallsreichtum und Genialität; gefühlt jedes Märchenklischee wird auf die Schippe genommen, und noch dazu ist die Story wunderschön :)
Die Rezi dazu kommt noch.


Besonders gut gefallen haben mir außerdem:

Der größte Flop, den ich in diesem Halbjahr dabei hatte, war für mich "Infernale - Rhapsodie in Schwarz" (Band 2) von Sophie Jordan.
Die faszinierenden Hintergründe werden zugunsten einer klischeehaften Liebesgeschichte und einer negativen Entwicklung der Protagonistin hin zu einer sich selbst bemitleidenden, unsympathischen Nörglerin verdrängt und bis auf den Schreibstil bleibt an dem Buch kaum etwas Gutes.

Daneben hat mich leider auch das Dilogiefinale "Rache und Rosenblüte" ein wenig enttäuscht, aber nicht halb so sehr.



Dieses Jahr waren es 7 Leserunden, bei denen ich mitgemacht habe (und damit drei mehr als letztes Jahr) - neben bereits erwähnten Büchern habe ich besonders die zu "Liebe ist wie Drachensteigen" von Ashley Herring Blake genossen.
Blogtourbeiträge hat es bei uns dieses Jahr noch nicht gegeben.

Mein SuB hat natürlich neues Futter bekommen, wobei ich es tatsächlich geschafft habe, unter dem Vorjahr (mit unglaublichen 56 Prints) zu bleiben.
In den ersten sechs Monaten von 2017 gab es für mich 47 Print- und 10 eBook-Neuzugänge.

Die Print-Bücher verteilen sich so:


  •  7 Buchgewinne
  • 15 ertauschte Bücher
  • 13 Rezensionsexemplare (inkl. Leserundenbüchern)
  • 5 Buchkäufe 
  • 7 Geschenke
Mit dabei sind ganz viele Titel, auf die ich mich schon unglaublich freue, z.B. "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler, "Das Juwel - die weiße Rose" von Amy Ewing, "Das Reich der sieben Höfe" von Sarah J. Maas, "Wie Treibholz am Strand" von Gina Holmes, "Pearl" von Julie Heiland und und und ...

 
Wie war euer erstes Lesehalbjahr 2017? Und auf welche Neuerscheinungen dieses Jahr freut ihr euch besonders?

Donnerstag, 15. Juni 2017

Uni-Skizzen


































Zeichnen hilft, den Tag zu überstehen. Aber manchmal frustiert es auch.

Ein schönen Feiertag!
- Miriam

Montag, 12. Juni 2017

Keep me safe - Sarah Alderson


Softcover, 384 Seiten 
Ravensburger Buchverlag (24. August 2016)
ISBN-13: 978-3473584932
Preis: 9,99 €

Originaltitel: Conspiracy Girl
Standalone

Worum geht's?


Nic Preston hat in den letzten Jahren viel durchgemacht. Seit dem Mord an ihrer Mutter und ihrer Stiefschwester trainiert sie Kampfsport, hat ihre Wohnung durch eine der besten Sicherheitsfirmen ausstatten lassen und vertraut niemandem mehr. Als sie trotz all ihrer Vorkehrungen aufgespürt wird, muss sie ausgerechnet bei dem Jungen Schutz suchen, der damals im Prozess für die Gegenseite ausgesagt hat.

Finn Carter ist ein Hackergenie, und auch wenn aus seiner Karriere beim FBI nichts geworden ist, schlägt er sich gut durchs Leben - bis eine Freundin und frühere Kollegin ihm die Verantwortung für Nic aufs Auge drückt und Finn alle Hände voll zu tun hat, sein Herz nicht zu verlieren. Denn er weiß aus Erfahrung, dass das  niemals gut ausgehen kann ...

Was mich neugierig gemacht hat:


Auch wenn ich persönlich nicht unbedingt ein Fan von englischen Titel für deutsche Ausgaben bin und auch nicht von sehnsüchtigen Pärchengesichtern auf dem Cover, hat mich "Keep me safe" auf den zweiten Blick ganz schön neugierig gemacht. Zwei Ich-Perspektiven, Action und Thrill mit einer Liebesgeschichte und ein paar große Geheimnissen? Das klingt doch nach einer guten Mischung, oder?

Wie es mir gefallen hat:


Auch wenn ich ein paar kleinere Kritikpunkte haben, aufgrund derer mich "Keep me safe" nicht restlos überzeugen konnte, hat mir das Buch insgesamt gut gefallen.
Besonders begeistert bin ich von dem Perspektivwechsel der Ich-Erzähler Nic und Finn, der wirklich gut gelungen ist. Beide haben eine sehr eigene Stimme; es wird bisweilen emotional, aber es gibt auch immer wieder etwas zum Schmunzeln.

Die Hintergrundhandlung bleibt spannend, da Nic und Finn lange im Dunkeln tappen, wer da hinter Nic her ist - und warum. Die Auflösung war interessant und es ging um ein Thema, das mir so bisher im Jugendbuch noch nicht begegnet ist (mehr möchte ich hier aber nicht verraten).
Zusätzlich gibt es ein paar Geheimnisse aus Finns Vergangenheit, die zwar eher nebenbei aufgelöst werden, aber durch die vielen Andeutungen bis dahin doch neugierig machen.

Die Liebesgeschichte nimmt für meinen Geschmack etwas zu sehr überhand und hinter Nics Konflikt, dass sie niemandem mehr trauen kann, und Finns Konflikt, dass er Nic nicht zu nah an sich heranlassen darf, geht die eigentliche Handlung zeitweise ein bisschen verloren. Es ergeben sich auch ein paar Augenrollmomente, wie z.B. eine Kussszene, nachdem Nic angeschossen worden ist.
Stellenweise war ich ein wenig verwirrt, weil ich mal den Eindruck hatte, ein Buch für junge Erwachsene in Händen zu halten, dann wieder für Jüngere - für beide Zielgruppen sind Elemente dabei, was in gewisser Weise aber auch einen Vorteil darstellt.

(Für wen) Lohnt es sich?


Dieses Jugendbuch richtet sich auch an alle "älteren Jugendlichen" mit einer Vorliebe für kurzweilige Liebesgeschichten mit einer Spannungshandlung, die zwar nicht immer unvorhersehbar ist, aber ein interessantes Grundthema hat.

In einem Satz:


"Keep me safe" punktet durch einen tollen Perspektivwechsel und eine rasante Hintergrundgeschichte und bietet trotz kleinerer Klischees und der einen oder anderen absehbaren Wendung sehr gute Unterhaltung.

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