Montag, 14. April 2014

Der Atem des Sturms - Leonie Jockusch

Rezension zu "Der Atem des Sturms" von Leonie Jockusch

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. März 2014)
ISBN-13: 978-3862653478

Inhalt


Die 17-jährige Feli ist ein außergewöhnliches Mädchen - obwohl ihre Freunde und nicht einmal ihre Mutter etwas davon hören wollen, dass sie eine ganz besondere Verbindung zur Natur hat und sogar aufziehende Stürme vorausahnen kann.
Als der 19-jährige Kian vorübergehend in ihrem Schuppen utergebracht wird, da er in dem kleinen Ort an der Nordsee ein Praktikum macht, kann sie ihn zuerst nicht ausstehen. Schnell wird ihr klar, dass ihn ein großes Geheimnis umgibt. Nachts scheint er sich in Luft aufzulösen.
Kian will für sich behalten, was er ist, zugleich aber unbedingt erfahren, welche Fähigkeiten Feli hat.
Nie hätten die beiden für möglich gehalten, dass ihre Geheimnisse sie einander immer näher bringen würden...

Meine Meinung

 

Über dieses Buch kann ich sehr viel Gutes und recht wenig Negatives schreiben.

Bevor ich irgendetwas zum Inhalt sage, möchte ich zuerst einmal ein großes Lob für die Covergestaltung aussprechen. Das Buch sieht einfach fantastisch aus - ein wunderschönes Motiv, tolle Farben, eine hübsche Titelschrift. Innen setzt sich dieser gute Eindruck mit Blickfang-Vignetten über den einzelnen Kapiteln fort. "Der Atem des Sturms" ist somit ein echtes Schmuckstück!

Der zweite große Pluspunkt, über den ich mich gefreut habe, ist der Perspektivwechsel. Feli und Kian dürfen beide als Ich-Erzähler in Aktion treten. Die Abschnitte der beiden sind jeweils recht kurz gehalten. Mir persönlich hat das gut gefallen, aber gut möglich, dass andere sich davon im Lesefluss gestört fühlen könnten.

Die Geschichte hebt sich allein schon dadurch von der Masse ab, indem sie nicht die üblichen Fantasywesen umherschwirren, sondern dem Ganzen etwas Ungewöhnliches und Neuartiges zugrunde liegt. Natürlich werde ich nicht verraten, was Kian und Feli sind, doch ich nehme bestimmt nichts vorweg, wenn ich sage, dass keiner von beiden sich als Vampir entpuppt :)

Es gibt viele Spannungsmomente und insgesamt werden auch alle Fäden zusammengeführt und aufgelöst, auch wenn die ein oder andere Kleinigkeit vielleicht ein bisschen rätselhaft oder unstimmig bleibt.
Die Autorin macht es ihren Charakteren nicht leicht und dem Happyend stehen immer wieder neue Komplikationen im Wege.

Was ich ein wenig bemängeln muss, sind die Übergänge zwischen den Szenen. Es gibt wenige Absätze - meist fließt einfach alles ineinander über. Im einen Moment sitzt Feli zu Hause und ihre Mutter sagt irgendetwas, im nächsten Satz ist sie auf der Arbeit und dann schon wieder zwei Tage später im Wald. Das war mir häufig ein wenig zu sprunghaft.

Fazit

 

Insgesamt hat mir das Buch besonders von der originellen Grundidee und dem Perspektivwechsel her gut gefallen. Der Selbstfindungsprozess der beiden Protagonisten war sehr überzeugend umgesetzt.
Ein bisschen gehapert hat es für mich nur bei den oft abrupten Szenenwechseln. 
Empfehlenswert für alle, die im Bereich der Romantasy mal etwas Neues geboten haben wollen. 

1 Kommentar:

  1. Salut, Evelyn.
    Hoffe Du hattest ein genehmes Osterfest...

    Stimmt, der Verlag ist bekannt dafür besondere Buchthemen in eine besondere Form zu passen. Von daher wundert mich die edle Ausgabe des obigen Romans nicht. Schwarzkopf & Schwarzkopf eben. :-)

    Zum geheimnisvollen Hintergrund der beiden Charaktere würde sich ja eine Bindung zur Nordsee anbieten; spekuliere ich jetzt mal frei ins Blaue.

    Auf das nächste schöne Buch!

    bonté

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