Montag, 30. September 2013

Neuzugänge

Neuzugänge 1.-30. September


Deprimierender Weise lohnt es sich für mich zurzeit einfach nicht, zweimal im Monat Neuzugänge vorzustellen und selbst wenn ich schon den Post zum 15. wegfallen lassen habe, sieht meine Ausbeute für den September eher dürftig aus.
Die Rezi habe ich ja bereits geschrieben und schon hier auf dem Blog veröffentlicht:

Tatsächlich war "Night School - Denn Wahrheit musst du suchen" mein einziger Neuzugang, dafür ein umso heiß ersehnterer. 
Ich durfte das Buch in einer Leserunde mitlesen und auch wenn es für mich Band 2 nicht toppen konnte, war es toll.

So... ich hoffe, im Oktober gibt es mehr zu vermelden, aber meinem SuB tut die kleine Auszeit ganz gut :D

Der Kuss des Tigers - Colleen Houck

Rezension zu "Kuss des Tigers - Eine unsterbliche Liebe"  

von Colleen Houck


Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (23. Januar 2012)
ISBN-13: 978-3453267732
Originaltitel: Tiger's Curse
Band 1

Inhalt


Er hob den Arm, hätte beinahe meine Wange berührt, doch dann hielt er inne und zog die Hand zurück. „Ich trage die Tigermaske schon seit zu vielen Jahren. Das hat mir meine Menschlichkeit geraubt.“
Ich nickte, während er meine Hände drückte und flüsterte: „Kells, ich will nicht länger er sein. Ich will ich sein. Ich will ein Leben haben.“
Ich weiß“, sagte ich leise.“ (S. 338)

Die 18-jährige Kelsey ist, seitdem sie ihre Eltern verloren hat, ängstlich, wenn es darum geht, sich näher an andere Menschen zu binden. Da kommt ihr der Job im Zirkus gerade recht, wo sie aushelfen und sich um die Hunde sowie die Attraktion jeder Aufführung - den weißen Tiger - kümmern soll. Doch bald schon findet sie heraus, dass Ren kein gewöhnliches Tier ist. Einst war er ein Prinz, nun mit einem Bann belegt, der ihn daran hindert, mehr als vierundzwanzig Minuten in vierundzwanzig Stunden menschliche Gestalt anzunehmen. Und Kelsey scheint die Auserwählte zu sein, die ihn befreien soll.

Meine Meinung


Es hat eine Weile gedauert, bis dieses Buch seinen Weg in mein Regal gefunden hat, da ich von Titel - und insbesondere Untertitel - eher abgeschreckt war. „Eine unsterbliche Liebe“ - das klingt nach einer x-beliebigen, austauschbaren Story, da es nicht gerade selten gewählt wird. Dann aber ist mir sehr viel Positives über „Kuss des Tigers“ zu Ohren gekommen und als ich dann las, es sei wie ein Märchen aus 1001 Nacht, kam ich einfach nicht mehr drum herum.

Was das Buch zu etwas Besonderem macht, ist natürlich vor allem die farbenprächtige, exotische Kulisse Indiens. Man hat das Gefühl, dass die Autorin sich sehr gut mit den entsprechenden Bräuchen, Gerichten und Landschaften auskennt und kann sich die Schauplätze lebhaft vorstellen.
Mit den religiös-mythischen Elementen konnte ich leider nicht so viel anfangen, aber wenn ich sie als Fantasy-Zutaten betrachte, kann ich damit leben.

Es sind nur Kleinigkeiten, die ich an „Der Kuss des Tigers“ bemängeln kann. Dazu gehört zum einen, dass es mir an vielen Stellen zu detailliert geschrieben war (immer wieder gab es Szenen, in denen nur und sehr ausführlich gegessen wurde und auch Kelseys Kleidung wurde bis zur Farbe ihres Haargummis immer exakt beschrieben), zum anderen, dass die Handlung auf mich ein wenig zu konstruiert wirkte. Zuerst enstand jedes Mal ein grober Plan, was als Nächstes geschehen sollte (z.B: „zuerst besuchen wir Ort A, dann erledigen wir das und jenes bei Ort B und treffen dann xy bei Ort C) und dann wurden die Stationen der Reihe nach abgehakt.

Ansonsten muss ich aber sagen, dass es sich um ein tolles Buch handelt und ich froh bin, die Fortsetzung („Pfad des Tigers“) bereits gekauft zu haben.
Ich hatte beispielsweise erwartet, dass die Liebesgeschichte sich sehr vorhersehbar abspielen würde, nach dem Motto: trauriges Mädchen findet Liebe ihres Lebens, bekommt Komplexe, weil er ja so unglaublich gut aussieht und sie sich wie Aschenputtel vorkommt, wird jedoch durch seine bedingunglose Liebe davon überzeugt, dass sie die Ewigkeit zusammen verbringen können. Stattdessen schwenkte das Ganze um, als Kelsey und Ren nach Kishkinda reisten und wurde streckenweise zu einem echten Katz-und-Maus-Spiel.
Kelsey wird nicht zum Naivchen, sondern zeigt Charakter und das rechne ich ihr als Buchcharakter hoch an. 

Fazit 


Dieses Buch bietet weit mehr als eine beliebige Romantasy-Schnulze, auch wenn sich das nicht unbedingt auf den ersten Blick (vor allem auf den Untertitel) erahnen lässt.
Auch wenn der Einstieg mich eher mäßig überzeugt hat, konnte mich das Ende so begeistern, dass der Gesamteindruck absolut positiv ausfällt und ich mich sehr auf das Wiedersehen mit Kelsey und Ren in Band 2 freue.

 

Sonntag, 29. September 2013

Vor langer, langer Zeit...

Hallo (:

Ich hoffe, ihr genießt diesen goldenen Herbstsonntag in vollen Zügen!
Aus Langeweile und Spaß ist dieses Selbstporträt entstanden :D Ich war ungefähr 5 Jahre alt, glaube ich.

"Selbstbildnis als Kindergartenkind", 21x29,7cm, Tuschestifte auf Zeichenpapier

Alles Liebe und einen guten Start in die neue Arbeits-/Schulwoche!
Miriam

Sonntag, 22. September 2013

Night School 3 - C.J. Daugherty

Rezension zu "Night School - Denn Wahrheit musst du suchen" von C.J. Daugherty

Gebundene Ausgabe: 411 Seiten
Verlag: Oetinger (16. September 2013)
ISBN-13: 978-3789133299
Band 3 (von 5)

Inhalt

Allie kann keine Ruhe mehr finden - die schrecklichen Ereignisse auf Cimmeria bestimmen ihre Träume und nach wie vor weiß niemand, wer der Verräter ist, der heimlich mit Nathaniel zusammenarbeitet. Hinzu kommt Allies Gefühlswirrwarr in Bezug auf Sylvain und Carter, den sie nicht vergessen kann, obwohl er mit Jules zusammen ist.
Endlich erfährt Allie, was es mit der Night School in Wahrheit auf sich hat und muss darum fürchten, dass Nathaniel ihre Schwachstelle ausnutzt: die Nähe zu ihren Freunden.


© Oetinger Verlag

Meine Meinung

Die Night-School-Reihe ist für mich ein Auf und Ab, bei dem ich mir nicht sicher bin, worauf es endgültig hinauslaufen wird.
Nachdem ich beim ersten Band eine Weile brauchte, um in die Geschichte hineinzukommen, ist mein Night-School-Lesetempo seitdem konstant gestiegen und unabhängig von Inhalt und Spannung haben die Bücher für mich einen Sog entwickelt, der mich auf jeden Fall bis zum Ende wird dranbleiben lassen.
Band 2 hat mir im Vergleich mit dem Auftakt der Serie erheblich besser gefallen, wobei ich bei Band 3 nun eher das Gefühl habe, dass er wieder etwas schwächer war.

"Denn Wahrheit musst du suchen" habe ich als sehr handlungsarm empfunden bzw. hatte ich den Eindruck, dass die Geschichte einfach nicht vom Fleck kommt / sich im Kreis bewegt.
Die Folge der Ereignisse und ihre Konsequenzen erschienen mir nicht immer logisch.
In Bezug auf Allies Romanzen mit Sylvain und Cater hat sich auch nicht viel getan.
Die Hauptfunktion dieses Bandes ist es wohl, dass die Leser endlich mehr Informationen bekommen und die Lage sich merklich zuspitzt.

Wie sich das Misstrauen zwischen allen Cimmerianern ausbreitet, weil prinzipiell jeder der Verräter sein könnte, ist so gut gestaltet, dass auch ich selbst zwischenzeitlich anfangen musste, selbst an den vertrauenswürdigsten Charakteren zu zweifeln. Es ist absolut nicht vorhersehbar, wer es denn nun wirklich ist. 

Auch wenn ich mich mit Allie als Protagonistin nicht besonders gut identifizieren kann, bin ich doch gespannt, wie es für sie weitergehen wird. Nach insgesamt nun schon über 1000 Seiten erscheint sie mir schon fast wie eine alte Freundin, mit der ich zwar öfters aneinander geraten könnte, die mir aber doch am Herzen liegt.

Fazit

Für Fans der Reihe ein unersetzbares Wiedersehen in Cimmeria, das, auch wenn im Vergleich zu Band 2 eher wenig passiert, gut zu unterhalten weiß.
Am Ende bleibt alles offen und die Fortsetzung kann gar nicht schnell genug kommen.

Mittwoch, 18. September 2013

Die Auslese - Joelle Charbonneau

 Rezension zu "Die Auslese - Nur die Besten überleben" 

von Joelle Charbonneau



Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag (26. August 2013)
ISBN-13: 978-3764531171
Originaltitel: The Testing
Band 1

Inhalt


Malencia, kurz Cia, wünscht sich nichts sehnlicher, als für die Auslese ausgewählt zu werden, ein Auswahlverfahren, in dem sich entscheidet, wer die heiß begehrten Universitätsplätze bekommt - denn nur die Besten dürfen Führungpositionen übernehmen. Dann wird ihr Traum wahr. Doch schnell muss Cia lernen, dass es nicht immer gut ist, wenn Wünsche in Erfüllung gehen. Denn in dieser Prüfung geht es ums nackte Überleben...


Meine Meinung


"Die Auslese" wollte ich vor allem deswegen lesen, weil mich das Cover sofort angesprochen hat und ich bei einer Dystopie ohnehin so schnell nicht nein sage. Doch meine Erwartungen waren in diesem Fall wohl zu hoch, denn jetzt nach dem Lesen muss ich doch sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin.

Die Geschichte an sich ist bis auf kleine Logikfehler sehr stringent, flüssig geschrieben und hat einen guten Spannungsaufbau. Bis dahin wäre ja noch alles schön und gut, aber für mich haben sich zwei Probleme ergeben:

Problem 1: die mangelnde Originalität.
Viele Ideen, viele Szenen in ihrer Umsetzung, die Hintergründe kamen mir einfach zu bekannt und dadurch unspektakulär vor. Ich weiß, dass es nicht immer ein gutes Argument ist, sich darüber zu beschweren, dass eine Dystopie den "Tributen von Panem" zu sehr ähnelt, weil man diese ja schon quasi als Vorbild aller (Jugend-)Dystopien auf dem Markt bezeichnen könnte. Dennoch waren mir die Parallelen hier zu stark ausgeprägt.

Eine böse Regierung, der nichts am Leben einzelner Individuen der Gesellschaft liegt und eine Heldin, die dagegen steuert, reichen nicht aus, um eine eigenständige Geschichte auf die Beine zu stellen. Das wäre höchstens denkbar, wenn die Charaktere überzeugen könnten. Was mich zu Problem 2 bringt.

Problem 2: die seichten Charaktere.
Außer Cia, die dem Leser durch die Ich-Perspektive am nächsten kommt, aber dennoch recht facettenlos bleibt und oft bis auf ihre Naivität nahezu fehlerlos wirkt, sind alle Figuren eher flach gestaltet. Während des Lesens ist mir niemand wirklich ans Herz gewachsen und auch die Liebesgeschichte war in meinen Augen viel zu oberflächlich und unglaubwürdig.
Natürlich kann man auch für Fremde Mitgefühl empfinden, aber wenn ich ein Buch lese, wünsche ich mir doch, dass das Schicksal der Charaktere mich aufwühlt und mitfiebern lässt, was hier leider für mich nicht oder kaum der Fall war.

Fazit


Ich würde nicht behaupten, dass "Die Auslese" ein schlechtes Buch ist, aber bei mir ist der Funke absolut nicht übergesprungen und ich bin auch nicht wirklich gespannt, wie es weitergeht (denn natürlich soll dieser Band nur der Auftakt der ganzen Geschichte sein).
Für Einsteiger in das Genre oder jüngere Leser (allerdings nicht zu jung, da es ab und an doch auch recht brutal zugeht) könnte es vielleicht etwas sein, aber ich bin eher mäßig beeindruckt.

 

Sonntag, 15. September 2013

Vorstellung: Vardenya

Hallo ihr Lieben ;)

Heute möchte ich euch gaaanz kurz eine sehr talentierte junge Künstlerin vorstellen: Vardenya (das ist nicht ihr richtiger Name :D). Sie ist 15 Jahre alt und zeichnet seit einiger Zeit Porträts, am liebsten mit Bleistift oder Polychromos (sagt euch das allen was?). Auf ihrer Facebook-Seite könnt ihr ihre (Farb-)Zeichnungen bewundern, ich möchte sie ungern direkt auf dem Blog posten, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Also, ich bitte euch inständig, ihrer Seite mal einen kleinen Besuch abzustatten, vielleicht ein paar Kommentare zu ihren Bilder abzugeben und ich bin mir sicher, dass sie sich auch ganz doll über Likes freut :D Verwundernswerterweise hat sie noch nie einen Auftrag bekommen, würde aber mal ganz gern den ein oder anderen übernehmen ;) Falls jemand also demnächst Geburtstagsgeschenke braucht, schreibt sie an :D
Hier kommt ihr zu ihrer Facebook-Seite: Vardenya auf Facebook

So, das war's erstmal mit meinem Anliegen, bitte, bitte, schaut mal auf der Seite vorbei!
Alles Liebe und einen schönen Rest-Sonntag!
Miriam

Dienstag, 10. September 2013

Menschen wie Du und Ich?! - Marie und Nele

 "Marie", 21x27,9cm, Bleistift auf Zeichenpapier
"Nele", 21x27,9cm, Bleistift auf Zeichenpapier


Hallo ihr Lieben,

heute bekommt ihr endlich (?) mal wieder was von mir zu sehen, und zwar zwei Autragszeichnungen meiner Serie "Menschen wie Du und Ich?!".
Ich hab mich sehr gerfreut, die beiden Schwestern zeichnen zu dürfen ;)

Alles Liebe,
Miriam 

Mittwoch, 4. September 2013

Mein Sommer nebenan - Huntley Fitzpatrick

 Rezension zu "Mein Sommer nebenan" 

von Huntley Fitzpatrick

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: cbj (9. April 2013)
ISBN-13: 978-3570155721
Originaltitel: My Life Next Door

Inhalt


Jase runzelt die Stirn. „Ich halte grundsätzlich nicht besonders viel davon, sich ein bestimmtes Image zuzulegen. Kommt mir irgendwie unecht vor." „Dann schlüpfst du also nie in irgendeine Rolle?" Ich setze mich auf den Grünstreifen neben der Einfahrt. „Ich bin keine Mogelpackung. Bei mir bekommt man das, was man sieht." (S. 41)

Samantha beobachtet die nachbarliche Großfamilie, für die ihre Mutter nur Verachtung übrig hat, schon lange. Nie hätte sie sich träumen lassen, sie jemals näher kennenzulernen, doch genau das passiert, als eines abends Jase Garrett zu ihr aufs Dach klettert. Von da an ändert sich Samanthas Leben von Grund auf. Sie merkt, wie leicht und schön das Leben sein kann. Doch genauso gibt es die Schattenseiten und das Unglück schlägt meist dann zu, wenn man es am wenigsten erwartet...

Meine Meinung


Ich merke immer wieder, dass ich mich ein wenig vom Genre der realistischen Jugendbücher entfremdet habe, sodass solche Bücher es von Vornherein schwerer haben, mich zu überzeugen. Allzu oft vermisse ich bei solchen Geschichten die Spannung. Dafür können sie in Bezug auf Charaktergestaltung, Schreibstil und Tiefe Punkte sammeln. Ähnlich ging es mir auch mit „Mein Sommer nebenan".

Vorweg ein Wort zum Titel: Im englischen Original heißt das Buch ja „My life next door" und das hätte ich auch in der direkten Übersetzung passend gefunden. Zwar spielt sich die Geschichte im Sommer ab, doch da Samantha selbst immer wieder davon spricht, dass bei den Garretts für sie ihr ganzes Leben anders erscheint, wäre dieser Titel dem Buch gerechter geworden.
Das Paar auf dem deutschen Cover passte für mich leider absolut nicht auf Samantha und Jase (ich hätte das Cover der Rezensionsexemplare lieber gesehen), aber auch das eher nebenbei.

„Mein Sommer nebenan" wäre bei mir wahrscheinlich ein Anwärter für den hinteren Teil der Wunschliste gewesen und irgendwann in Vergessenheit geraten, wenn ich nicht das Glück gehabt hätte, es am Welttag des Buches zu gewinnen. Gefreut habe ich mich dann allerdings natürlich doch riesig und habe gehofft, dass es sich um ein bisschen mehr handelt als eine oberflächliche Sommerromanze für zwischendurch. In dieser Hinsicht hat „Mein Sommer nebenan" mich nicht enttäuscht.

Aber kommen wir endlich zum Eingemachten...
Die Geschichte ist auf jeden Fall sehr vielseitig. Es geht nicht nur, wie man es schon so oft zu lesen bekommen hat, um die erste große Liebe zwischen Teenagern und um das Erwachsenwerden, sondern auch um Themen wie Vorurteile, Probleme zwischen verschiedenen Bevölkerungsschichten, Drogensucht, Manipulation, die Bedeutung von Familie und darum, inwiefern der Zweck die Mittel rechtfertigen darf.
Dass der Schauplatz sich in Amerika befindet, wird zwar immer wieder deutlich, wird jedoch nicht zur Basis altbekannter Klischees.

Alle Charaktere, sowohl Jase und seine gesamte Familie als auch Samantha, ihre Schwester, ihre Mutter, deren Freund Clay und Sams Freunde Nan und Tim spielen jeder für sich eine wichtige Rolle für den Gesamteindruck des Buches und sind auch und besonders in ihren Beziehungen zueinander sehr gut getroffen.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, war locker und angenehm zu lesen.

Am Ende des Buches, das zwar in sich geschlossen ist, aber eine Menge Raum für Spekulationen über Sams und Jases Zukunft lässt, ist mir vor allem eine Sache schwer im Magen liegen geblieben. Ohne zu viel verraten zu wollen, sage ich nur, dass die Entwicklung zwischen Sam und Nan für mich nicht so hätte ausklingen dürfen. Da hat mir einfach noch etwas gefehlt.
Was mich auch sehr interessiert hätte, wäre die Identität von Sams Dad, die leider nicht aufgeklärt wird.

Fazit


„Mein Sommer nebenan" war auf jeden Fall eine sehr schöne Urlaubslektüre, die vor allem an Tiefgründigkeit mehr zu bieten hatte als erwartet. Spannung gab es allerdings wenig und im Großen und Ganzen war der Verlauf auch recht vorhersehbar. Wer sich vom Klappentext her angesprochen fühlt, sollte es aber auf jeden Fall lesen.

Sonntag, 1. September 2013

Throne of Glass - Sarah J. Maas

Rezension zu "Throne of Glass - Die Erwählte" 

von Sarah J. Maas

Gebundene Ausgabe: 500 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. September 2013)
ISBN-13: 978-3423760782
Originaltitel: Throne of Glass
Band 1 

Inhalt

 

 "Etwas Böses wohnt in diesem Schloss, so böse, dass selbst die Sterne zittern. Seine Niedertracht hallt in allen Welten wider", sprach die Königin weiter. "Du musst es aufhalten. Vergiss deine Freundschaften, vergiss Verpflichtungen und Schwüre. Zerstöre es, bevor es zu spät ist, ..." (S. 227)
Die 18-jährige Celaena Sardothien ist zu einem langen, qualvollen Tod bei der Arbeit in den Salzminen von Endovier verurteilt. Doch dann bekommt sie die Chance, ihre Freiheit zurückzugewinnen: Sie soll für den Kronprinzen von Erilea in einem Wettkampf antreten und sich gegen dreiundzwanzig Männer durchsetzen, um Champion des Königs zu werden. 
Während der Trainingszeit lernt sie Prinz Dorian und auch den Captain der Leibgarde, Chaol, näher kennen und erkennt, dass die beiden nicht unbedingt ihre Feinde sein müssen. Doch Zeit, sich über ihre Gefühle klar zu werden, bleibt ihr nicht, den im gläsernen Schloss geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Etwas Böses lauert im Verborgenen und Celaena begibt sich auf die Mission, es aufzudecken und zu bekämpfen...


 
© dtv

Meine Meinung

 

Manchmal ist es gar nicht so leicht, Bücher zu rezensieren, die einem richtig gut gefallen haben, aus dem einfachen Grund, dass man ja eigentlich nur schreiben kann, dass einfach alles rundum gepasst hat und der persönliche Geschmack absolut getroffen wurde.
So geht es mir auch mit "Throne of Glass".

Dieses Buch hat mich in jeder Hinsicht überzeugen können.
Es beginnt schon mit der Übersichtskarte auf den ersten Seiten, auf der die im Roman genannten Länder und Orte aufgezeichnet sind. Die Autorin hat sich ihren Schauplatz sehr detailliert erdacht und in eine glaubhafte, fiktive Welt integriert.

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und lässt die Geschichte lebendig werden. Die Autorin biete eine Vielzahl verschiedenster Szenen und schafft sowohl für Kampfsituationen, Albträume und Gefahr als auch für humorvolle Dialoge und aufkommende Romantik die passende Atmosphäre.

Die Geschichte ist personal mit dem Er/Sie-Erzähler geschrieben, wobei die Perspektiven zwischen verschiedenen Charakteren wechseln (auch wenn der Protagonistin natürlich der größte Teil zufällt), was ich persönlich sehr mag. So erhält man auch Einblicke in die Gedankenwelt des Prinzen und des Captains sowie der Intrigen spinnenden Lady Kaltain.

Die Charaktere sind für mich sehr plastisch geworden, auch wenn bei Celaena das mädchenhafte Verhalten in Bezug auf Kleider und ähnliches in etwas seltsamem Gegensatz zu ihrem Ruf und ihrer Vergangenheit stehen.
Dorian und Chaol sind sehr unterschiedliche Freunde und die Dinge werden kompliziert, sobald Celaena beginnt, zwischen ihnen zu stehen.

Die Fantasyelemente, sprich die Wyrdzeichen und alles, was damit zu tun hat, sind gut umgesetzt, auch wenn ich normalerweise gut auf Geister verzichten kann, die hier auch eine kleine, aber doch wichtige Rolle einnehmen.

Fazit                                                                      

Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an:

 "Throne of Glass" konnte mich wirklich begeistern und hat sich seinen Platz zwischen meinen Lieblingsbüchern verdient. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten (im Englischen ist Band 2 ja gerade erschienen) und empfehle es allen Fantasy-Lesern, die sich Spannung, einen Hauch Mystik und Romantik wünschen.

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