Dienstag, 22. Januar 2013

Im Herzen die Rache - Elizabeth Miles

 Rezension zu "Im Herzen die Rache" von Elizabeth Miles

ISBN 9783785573778, Fester Einband, 384 Seiten, Kinder- & Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 16.01.2013 bei Loewe Verlag 
Band 1 einer Trilogie

Inhalt


Originalcover
Em hat ein Geheimnis - sie hat sich in den Freund ihrer besten Freundin verliebt. Als Gabby die Stadt für einen Winterurlaub verlässt, macht sie sich Hoffnungen dass Zach endlich eine Beziehung mit ihr eingehen wird. Ein schlechtes Gewissen hat sie schon, aber es geht immerhin um ihre große Liebe!

Chase lebt mit seiner Mutter in einem Wohnwagen im ärmsten Viertel der Stadt. Dennoch hat er es geschafft, auf der Ascension High zu den Angesagten zu gehören. Dass er im Kampf um seine Beliebtheit einen großen Fehler begangen hat, will er sich nicht eingestehen.

Die beiden Sechzehnjährigen führen ein ganz normales Teenagerleben und alles könnte für die beiden gut ausgehen. Doch dann tauchen drei geheimnisvolle Mädchen in Ascension auf, die Em und Chase offenbar für ihre Taten büßen lassen wollen...


 

Meine Meinung


Zu diesem Buch fällt mir der bekannte Spruch ein: Das Beste kommt zum Schluss.
Durch das hübsche Cover und den Klappentext hatte ich bereits vor dem Lesen Erwartungen an das Buch, die leider zunächst nicht erfüllt wurden. Ich fand mich in einer meines Empfindens nach recht oberflächlichen Teeniegeschichte wieder. Die beiden Hauptcharaktere sind einfach gestrickt - was sie am meisten kennzeichnet, ist ihr Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit. An vielen Stellen erschienen sie mir naiv und unreflektiert, ein ums andere Mal habe ich über ihr Verhalten nur den Kopf schütteln können.
Ich will nicht sagen, dass ich mich mit diesem Buch gequält habe, aber die ersten zwei Drittel konnten mich nicht wirklich in ihren Bann ziehen. Ich hatte das Gefühl, das es nur um Belanglosigkeiten ging, wie "Wer ist cool, wer nicht?", "Wer macht mit wem rum?" etc., ohne dass man sich als Leser dafür interessiert.
Im letzten Drittel nahm die Geschichte dann schließlich Fahrt auf. Plötzlich überstürzten sich die Ereignisse und die Spannung nahm deutlich zu. Endlich hatte Em auch mal ein paar helle Momente (abgesehen davon, dass sie die Gefahr, in der sie schwebt, anscheinend immer wieder vergisst und ihr direkt in die Arme rennt).
Am Ende bin ich also doch noch auf meine Kosten gekommen und konnte mitfiebern.
Es bleiben auch genügend spannende Fragen offen, um neugierig auf die Fortsetzung zu machen. Zumal in diesem Auftakt die fantastischen Elemente noch eher im Hintergrund standen, hoffe ich, dass dies sich in den Folgebänden noch ändern wird.
Was ich dem Buch auch noch als Pluspunkte anrechnen möchte, ist zum einen der Perspektivwechsel zwischen Em und Chase (personal erzählt), zum anderen der flüssige, angenehme Schreibstil, der mich das doch recht dicke Buch an einem Wochenende hat durchlesen lassen. Das Niveau der Erzählweise lag meines Erachtens teilweise sogar über dem Inhalt der Geschichte, d.h. es passte irgendwie nicht ganz, in einer so ausdrucksvollen Sprache über Teenieprobleme zu schreiben.
Insgesamt bin ich in Bezug auf dieses Buch ein wenig zwiegespalten: eher schwacher Anfang, sehr überzeugendes Ende.
Die Grundidee des Buches gefällt mir im Grunde sehr - das Gedankenspiel, was wäre, wenn wir für unsere Fehler bezahlen müssten. Die Umsetzung hätte ich mir allerdings spektakulärer vorgestellt.

Fazit


Während der ersten Stunden, die ich mit "Im Herzen die Rache" verbracht habe, hatte ich das Gefühl, eine der schlechtesten Rezensionen seit langem schreiben zu müssen. Das Ende steckte dann jedoch noch voller unerwarteter Überraschungen und verlangt eindeutig nach der Fortsetzung, auf die ich nun trotz allem sehr neugierig bin.
Bevor man sich das Buch anschafft, sollte man vielleicht zwei Dinge wissen:
  1. Im diesem ersten Teil der Trilogie steht die Teenagergeschichte deutlich im Vordergrund, während jegliche Fantasy- bzw. mythologische Aspekte nur am Rande zum Tragen kommen.
  2. Als Einzelband sollte man das Buch nicht lesen, da es doch sehr offen ausgeht und die wirklich spannenden Fragen auf die Folgebände verschoben werden.
Da das letzte Drittel mich leider nicht ganz dafür entschädigen kann, dass der Rest des Buches mich eher mäßig begeistert hat, reicht es für mich insgesamt nur für drei Sterne. Trotzdem denke ich, dass das Potenzial der Geschichte eine gute Voraussetzung für einen stärkeren zweiten und dritten Teil bietet.

1 Kommentar:

  1. Der Titel klingt cool aber die Story.... Ist jetzt nichts was ich noch nicht kannte. Erinnert mich ab einen gewissen Film dessen Titel mit entgangen ist.

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